Tarifabschluss : Lohnplus für Schornsteinfeger

Der Schornsteinfeger kümmert sich regelmäßig um die Wartung.
Der Schornsteinfeger kümmert sich regelmäßig um die Wartung.

Ost-West-Angleichung macht sich im Portmonee der Kunden bemerkbar.

svz.de von
21. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Des einen Freud ist des anderen Leid: Angestellte Schornsteinfeger in den neuen Bundesländern sollen bis 2020 an das Lohnniveau ihrer Kollegen in den alten Bundesländern herangeführt werden. Das geht aus dem aktuellen Tarifabschluss hervor, auf den sich der Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger (ZDS) und der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks – Zentralinnungsverband (ZIV) verständigt haben. Kunden müssen sich dagegen auf saftige Preiserhöhungen gefasst machen.

Seit der Wende gab es bei der Vergütung der Schornsteinfeger extreme Unterschiede. Ungeachtet bundeseinheitlicher Ausbildungs- und Meisterprüfungsordnungen verdienen beschäftigte Schornsteinfeger in den neuen Bundesländern bis zu 600 Euro im Monat weniger als ihre Kollegen in den alten Bundesländern. Diesen Zustand konnte und wollte der ZDS nicht länger mittragen, so der erste Vorsitzende des gewerkschaftlichen Fachverbandes, Daniel Fürst.

Der jetzt gefundene Kompromiss sieht in den alten Bundesländern für die Zeit von 2018 bis 2020 nur geringfügige Erhöhungen zwischen 1,0 und 1,7 Prozent hervor, so der ZDS. Die Ostlöhne im Schornsteinfegerhandwerk steigen in dem Dreijahreszeitraum um insgesamt rund 19,8 Prozent – die die Betriebe nach Ansicht des ZDS sicher auf ihre Kunden umlegen werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen