Arbeiter im Nordosten verdienen rund 22 Prozent weniger : Löhne in MV liegen unter Bundesdurchschnitt

Lehrer demonstrieren in Rostock während ihres Warnstreiks für höhere Löhne. Foto: dpa/ Archiv
Lehrer demonstrieren in Rostock während ihres Warnstreiks für höhere Löhne. Foto: dpa/ Archiv

Die Wirtschaft in MV ist im vorigen Jahr um 1,3 Prozent gewachsen und damit deutlich langsamer als im Rest der BRD. Bundesweit stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3 Prozent, im Schnitt der neuen Länder um 2,5 Prozent.

svz.de von
06. Juli 2012, 12:09 Uhr

Schwerin | Die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist im vorigen Jahr um 1,3 Prozent gewachsen und damit deutlich langsamer als im Rest der Bundesrepublik. Bundesweit stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3 Prozent, im Schnitt der neuen Länder um 2,5 Prozent. Das teilte das Statistische Landesamt in Schwerin gestern mit.

Die Zahlen sind Ergebnis von Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder. Zum gesamtdeutschen BIP trug der Nordosten demnach 1,4 Prozent bei - bei einem Bevölkerungsanteil von 2 Prozent.

Zum Wirtschaftswachstum 2011 habe vor allem das Produzierende Gewerbe mit einem Plus von 4,7 Prozent beigetragen, hieß es. Der Bau wuchs um 4,9 Prozent. Ein kleines Wachstum wies der Dienstleistungsbereich aus (plus 0,7 Prozent). In Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei sank die Wirtschaftsleistung dagegen stark um 7,8 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen ging leicht um 0,6 Prozent zurück. Die Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigem erreichte 76,8 Prozent des Bundesdurchschnitts. Die Löhne liegen indes bereits bei 78,5 Prozent. Das Durchschnittsbrutto-Gehalt betrug 2011 im Nordosten 23 061 Euro, das waren 3,6 Prozent mehr als 2010.

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