Glätteunfälle im Land : Lkw-Fahrer auf B191 schwer verletzt

Glätteunfall auf der B 191
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Glätteunfall auf der B 191

Schnee und leichter Frost haben auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns zu knapp 30 Unfällen geführt.

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10. Dezember 2017, 21:12 Uhr

Aufgrund des einsetzenden Schneefalls und der damit verbundenen Glätte musste die Polizei von Sonntagabend bis zum Montagmorgen mehrere Glätteunfälle aufnehmen. Einer der schwersten war in der Nacht zum Montag auf der Bundesstraße 191 kurz nach Mitternacht passiert: Zwischen Lutheran und Rom kam ein aus Richtung Lübz kommender Sattelzug nach einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit großer Wucht gegen einen Baum. Anschließend rutschte der Lkw zum Teil in den angrenzenden Straßengraben. Dabei wurde der 43-jährige Fahrer im Fahrerhaus der Sattelzugmaschine eingeklemmt.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Rom, Klein Niendorf, Stralendorf und Parchim waren im Einsatz, konnten den Mann aus seiner misslichen Lage befreien und schwer verletzt an das Rettungsteam des DRK und den Notarzt übergeben. Der Mann wurde nach der Erstbehandlung in die Parchimer Asklepios Klinik eingeliefert. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 90 000 Euro. Die B191 war in genanntem Bereich in der Zeit von 0.15 bis 4.50 Uhr voll gesperrt.

„Auf Grund der starken Beschädigungen am Fahrerhaus waren die vorbereitenden Arbeiten zur Bergung sehr aufwändig“, so Jörn Scholz aus Crivitz, der mit der Bergung des schweren Wracks beauftragt wurde.

Bereits am Sonntagabend hatte ein VW-Fahrer (18) im Parchimer Ostring, Höhe Pestalozziweg, die Straßenglätte nicht beachtet und war ins Schleudern gekommen. Dabei prallte das Auto mit dem Heck gegen einen Baum. Während der Fahrer unverletzt blieb, erlitt seine 15-jährige Beifahrerin leichte Verletzungen. Am Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Die Polizei meldete zwei Glätteunfälle auf der Bundesautobahn A 24 in Fahrtrichtung Hamburg kurz vor und kurz nach Mitternacht. In beiden Fällen rutschten Fahrzeuge zum einen Höhe Poltnitz und zum anderen Höhe Abfahrt Parchim in die Mittelleitplanke. Hier blieb es bei Sachschäden.

Auf der Bundesstraße B198 bei Plau am See kam ein Lkw wegen der Fahrbahnglätte auf einer Steigung zum Stehen, doch rutschte er auf Grund der Glätte rückwärts in den angrenzenden Straßengraben und musste dann geborgen werden.

Weitere Glätteunfälle, bei denen es zu Sachschäden kam, ereigneten sich unter anderem auf der A 14, der Bundesstraße 5 bei Vellahn sowie auf der B 191 bei Eldena. Dort waren am frühen Montagmorgen zwei Laster von der Straße abgekommen und in den Graben gerutscht.
Auf der B 321 zwischen Toddin und Pritzier wurden am Sonntagabend zwei Frauen leicht verletzt, als deren Auto von der Straße abkam und in den Graben fuhr. Am Auto entstand erheblicher Sachschaden.

Klaus Wiechmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, appelliert angesichts der einsetzenden Winterperiode zur defensiven, vorausschauenden und den Fahrbahnverhältnissen angepassten Fahrweise. „Zudem sollten spätestens jetzt Winterreifen montiert werden“, so Wiechmann.

Schnee sorgt für Unfälle auf der A24 und der A19

Einsetzender und teils starker Schneefall hat am Sonntagabend innerhalb weniger Minuten zu einer Unfallserie auf der A19 und A24 geführt. Mehrere Fahrzeuge kollidierten bei Meyenburg im dichten Schneetreiben. Beide Richtungsfahrbahnen mussten aufgrund mehrerer Unfälle kurzzeitig gesperrt werden. Auch die Feuerwehren waren im Einsatz.

Auf der A19 in Fahrtrichtung Rostock registrierte die Polizei ebenfalls Unfälle. Mindestens eine Person wurde verletzt und in das Klinikum nach Neuruppin verbracht. In Richtung Hamburg mussten sich die Autofahrer im Stau einige Zeit gedulden. In Richtung Berlin staute sich der Verkehr auf mehreren Kilometern Länge.

Angesichts der nun einsetzenden Winterperiode appelliert die Polizei zur defensiven, vorausschauenden und den Fahrbahnverhältnissen angepassten Fahrweise. Zudem sollten spätestens jetzt Winterreifen montiert werden.

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