Angriffe auf Smartphones : LKA warnt vor Hackern

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Sie sind Handy, Kamera, Navi, Laptop und Spielekonsole in einem Gerät. Smartphones geraten laut aktueller Warnung des Landeskriminalamts (LKA) Mecklenburg-Vorpommern zunehmend ins Visier krimineller Hacker.

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11. September 2012, 07:53 Uhr

Schwerin | Sie sind Handy, Kamera, Navi, Laptop und Spielekonsole in einem Gerät. Smartphones geraten laut aktueller Warnung des Landeskriminalamts (LKA) Mecklenburg-Vorpommern zunehmend ins Visier krimineller Hacker. "Weil Leistungsfähigkeit und Verbreitung dieser Geräte ständig steigen, wächst auch ihre Attraktivität als Angriffsziel", erklärte gestern LKA-Sprecher Michael Schuldt gegenüber unserer Redaktion. Erst im August war ein Trojaner für Smartphones mit dem Betriebssystem Android entdeckt worden. Das Programm registriert nicht nur ein- und ausgehende Anrufe, es zeichnet sie auch auf. Anschließend versucht der Trojaner die Daten an einen Server zu schicken. Ein anderes Schadprogramm tarnte sich als Mediaplayer und verlangte schon bei der Installation Geld. In Mecklenburg-Vorpommern sind Hackerangriffe auf Smartphones nach Angaben des LKA noch Einzelfälle. Zudem wird diese Art der Kriminalität noch nicht von der Polizei gesondert registriert, sondern allgemein unter dem Oberbegriff Computerkriminalität erfasst. 1431 Fälle registrierte die Landespolizei im vergangenen Jahr in diesem Deliktbereich.

Doch auch Software-Hersteller schlagen Alarm. Die US-Computersicherheitsfirma Symantec gab in der vergangenen Woche eine Warnung heraus, Kriminelle im Internet hätten ihre Taktik geändert und sich auf den schnell wachsenden Markt für Smartphones eingestellt. Nach Angaben von Symantec gab es im vergangenen Jahr gerade einmal fünf Schadprogramme, die auf Android zugeschnitten waren. In diesem Jahr sind es schon 19. "Eine Infizierung funktioniert wie bei einem normalen Computer - per E-Mail oder über manipulierte Webseiten", sagte LKA-Sprecher Schuldt Auch spezielle Apps, die zum Teil kostenlos zum Download angeboten werden, könnten eine Gefahrenquelle sein. Je mehr Funktionen und Möglichkeiten ein Gerät besitzt, um so anfälliger ist es nach Expertenmeinung auch für Hackerangriffe.

Ein infiziertes Smartphone kann nach LKA-Angaben vom Benutzer beispielsweise an einem ungewöhnlich hohen Stromverbrauch erkannt werden. Auch wenn sich das Gerät unerwartet abschaltet oder unbekannte Rufnummern wählt, droht Gefahr.

"Apps sollten nur aus vertrauenswürdigen Quellen installiert werden", lautet die Empfehlung des LKA. Auch sollten regelmäßig die vom Hersteller empfohlenen Anwendungs-Updates heruntergeladen werden.

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