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LKA-Beamter in Unfall mit Fahrerflucht verwickelt

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erstellt am 05.Dez.2012 | 06:32 Uhr

Schwerin/Rostock | Der Privat-Pkw eines Beamten des Landeskriminalamtes (LKA) ist in einen Unfall mit Fahrerflucht verwickelt. Das bestätigte gestern eine Sprecherin des LKA auf Nachfrage unserer Redaktion. Auch die Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock, Isabel Wenzel, sagte, dass es sich bei dem Halter um einen Beamten der Landespolizei handele. Unklar ist bislang noch, ob der Halter auch der Fahrer und ob Trunkenheit am Steuer im Spiel war.

Laut Polizei war der Wagen am Sonntag gegen ein Uhr zwischen Sukow und Pinnow bei Schwerin von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Straßenbaum gestoßen. "Zeugen haben dem Mann aus dem Auto geholfen, dieser hat sich dann aber entfernt", sagte Wenzel. Die Zeugen für die nächsten Tage zur Anhörung geladen. Polizisten hätten den LKA-Beamten als Halter noch in der Nacht aufgesucht, doch habe keiner die Tür geöffnet, sagte Wenzel. Der Mann habe sich dann am Dienstag selbst gemeldet, als er erfahren hatte, dass nach ihm gesucht werde. Bislang habe er nicht ausgesagt.

Zuvor hatte die Polizei noch in der Nacht nach ihm gesucht, unter anderem mit einem Nachtsichtgerät- vergebens. Die Beamten sicherten Spuren und untersuchten das Fahrzeug kriminaltechnisch.

Bei dem Vorgang werde nichts vertuscht, betonte die Polizeisprecherin. "Es sind alle Maßnahmen eingeleitet worden, die auch sonst eingeleitet werden." Wenzels LKA-Kollegin ergänzte, dass bei einem Vorfall, in den ein Polizist verwickelt ist, auch grundsätzlich und sofort die Staatsanwaltschaft verständigt werde - gerade um zu vermeiden, dass etwas unter den Teppich gekehrt wird. Hintergrund für die Äußerungen der Sprecherinnen sind Spekulationen, nach denen zuerst nur wenige Informationen an die Öffentlichkeit gelangten. Dies hänge damit zusammen, dass Vorgänge, in die ein Polizeibeamter verwickelt ist, nicht mehr für alle Beamten einsehbar seien, sondern nur noch für, die, die den Fall bearbeiten. Damit soll vermieden werden, dass ungerechtfertigt Vorwürfe an die Öffentlichkeit gelangen.

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