Linke fordert zehnjährige Schulpflicht

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31. März 2016, 12:00 Uhr

Die hohe Zahl von „Ehrenrunden“ an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern bestärkt die Linke in ihrer Forderung nach Einführung einer zehnjährigen Schulpflicht. Aus Angst, die Schule ohne Abschluss zu verlassen, würden sich jedes Jahr im April unzählige Schüler von der 9. in die 8. Klasse zurückstellen lassen, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg. Mehr als 20 Prozent der Schüler an Regional- und Gesamtschulen benötigten im Schuljahr 2014/15 mehr als die vorgegebene Zahl an Schuljahren, gut 30 Prozent dieser Schüler verließen die Schule gänzlich ohne Abschluss.

Wie Oldenburg unter Berufung auf die Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage sagte, erreichte etwa jeder fünfte Schüler im Land die Berufsreife erst nach 10, 11 oder 12 Jahren, statt nach den vorgesehenen 9 Jahren. Für den Schulabschluss der Mittleren Reife, der planmäßig nach 10 Schuljahren erworben wird, schiebe jeder vierte Jugendliche ein oder zwei Zusatzjahre ein. „Das wenig effektive, oft mehrfache Sitzenbleiben zeigt doch, dass Schüler mehr Zeit brauchen. Der Lernstoff der neun Jahre muss auf zehn ausgedehnt werden, damit Zeit zum Üben und Festigen ist“, betont die Oppositionspolitikerin.

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