Lila Bäcker: Vor Gericht wegen Kündigungen

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25. Mai 2018, 05:00 Uhr

Nach der Entlassung von etwa 225 Mitarbeitern durch die Bäckereikette Unser Heimatbäcker ziehen viele der Gekündigten vor das Arbeitsgericht.

Wie der Direktor des Stralsunder Arbeitsgerichts, Rainer Rückert, gestern sagte, sind bereits rund 35 Verfahren von Mitarbeitern der im Nordosten als Lila Bäcker bekannten Firma bei Gericht anhängig. Die Gewerkschaft NGG rechnet damit, dass rund 80 Prozent der in Pasewalk Beschäftigten gegen die Kündigung klagen werden.

Nach Angaben der Gewerkschaft ist auch an den Standorten Dahlewitz und Gägelow die Bereitschaft zur Klage hoch.

Gewerkschaftssprecher Jörg Dahms moniert unter anderem, dass es wohl Fehler von Unternehmensseite bei den Kündigungen gegeben habe, beispielsweise bei der Sozialauswahl. So seien auch Azubis und Menschen mit Behinderung von Kündigungen betroffen. Nach Angaben des Arbeitsgerichts hat es in einigen Fällen bereits erste Gütetermine gegeben. Wenn diese ergebnislos blieben, seien für Herbst Kammertermine angesetzt. Die Kette hatte die Entlassungen mit Wettbewerbsdruck begründet.

Die Linksfraktion im Schweriner Landtag sieht keinerlei Kooperationsbereitschaft bei dem Unternehmen. Nach einem einzigen Informationsgespräch zu den rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Errichtung einer Transfergesellschaft habe es keinerlei weitere Aktivitäten gegeben, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Linken, Henning Foerster.

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