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Liegeplatz verrostet: „Deneb" muss im Stadthafen parken

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erstellt am 05.Jan.2012 | 06:19 Uhr

Rostock | Seit mehr als einem Jahr können die Forschungsschiffe "Deneb" und "Capella" ihren Stammplatz im Rostocker Stadthafen nicht mehr anlaufen - zu gefährlich. "Die Kaianlage ist 1940 errichtet worden und seitdem durchgerottet", sagt Dr. Mathias Jonas, Leiter des Rostocker Ablegers vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH).

Das ist für die Schiffe zuständig, die jetzt im Doppelpack für Wartungs- und Reparaturarbeiten auf Höhe der Speicher liegen. "Bei dieser Wetterlage ist der Platz vor dem BSH zu riskant", sagt Jonas. Die maroden Kaianlagen dort könnten die Schiffe beschädigen. Auch am sonst genutzten Ausweichplatz an der Haedgehalbinsel können sie nicht ankern: "Über Weihnachten hätten sie als Päckchen zu weit in die Fahrrinne reingereicht", sagt Jonas. Hafenkapitän Gisbert Ruhnke habe sich daher den Platz vor den Speichern gewünscht, wo sie den Schiffsverkehr nicht stören und den Liegeplatz auch optisch aufwerten.

Dennoch arbeitet das BSH momentan intensiv daran, die Kaianlage vor seiner Haustür wieder nutzbar zu machen. "Wir haben eigentlich extra am Wasser gebaut, um die Schiffe direkt an der Dienststelle zu haben", sagt Jonas. Das Problem: Der Anleger gehört der Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft (Wiro), das BSH hat nur ein Nutzungsrecht. "Die Wiro hat andere Prioritäten, was auch einzusehen ist", sagt Jonas.

Er sucht deshalb schon länger nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten, beispielsweise über Bundesfördermittel. "Sicher ist, dass die Stadt dafür nicht aufkommen kann", so Jonas. Er hofft, in den nächsten Tagen eine Lösung vermelden zu können. Die müsse aber gründlicher sein, als bei der sanierten Kaikante des Nachbar-Wohngebiets, so der BSH-Chef. Dort seien hauptsächlich Schönheitsreparaturen vorgenommen worden, ohne groß auf Leistungs-Anforderungen von Schiffen Rücksicht nehmen zu müssen. Jonas verspricht aber, dass der BSH-Anleger auch nach einer Sanierung öffentlich begehbar bleibe. Das sei im Interesse aller.


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