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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 08:12 Uhr

Ozeaneum Stralsund : Liebe im Haifischbecken

vom

Pünktlich am Valentinstag hat das Hai-Weibchen „Niki“ im Stralsunder Ozeaneum einen Partner bekommen. Gestern Morgen setzten Mitarbeiter den 2,40 Meter langen Sandtigerhai in das Schwarmfischbecken.

svz.de von
erstellt am 14.Feb.2013 | 06:57 Uhr

Stralsund | Das Schwarmfischbecken im Stralsunder Ozeaneum wird möglicherweise zum Liebesnest. Der Sandtigerhai-Dame "Niki" wurde am Valentinstag ein Artgenosse ins Becken gesetzt. "Valentin" hatte zuvor unter der Enge in einem ukrainischen Aquarium gelitten.

Am frühen Donnerstagmorgen ließen Mitarbeiter den 2,40 Meter langen Hai in das Becken. "Die beiden Sandtigerhaie haben sich bereits beschnuppert", sagte ein Ozeaneumssprecher in Stralsund. Die Zucht von Hainachwuchs stehe aber nicht im Vordergrund. Das Haimännchen, das zuvor als Attraktion in einem Aquarium eines Einkaufszentrum in Kiew zu sehen war, tauften die Mitarbeiter auf den Namen "Valentin".

Nach Protesten wegen des zu kleinen Beckens in der ukrainischen Hauptstadt kam der rund 110 Kilogramm schwere "Valentin" mit einem 48 Stunden dauernden Spezialtransport nach Deutschland. Die Verantwortlichen wollten dem Hai bessere Lebensbedingungen bieten, hieß es. In dem 300 000 Liter fassenden Becken in Kiew hatte sich das Haimännchen leichte Verletzungen an der Schnauze zugefügt.

Im Stralsunder Ozeaneum kann sich das Haipärchen nun mit anderen Schwarmfischen in einem fast neunmal so großen Becken tummeln. "Das 2,6 Millionen Liter fassende Schwarmfischbecken bietet dem Tier genug Platz zum Schwimmen und mit unserem ersten Sandtigerhai ,Niki zudem eine Artgenossin", sagte der Aquarienleiter Alexander von den Driesch. "Niki" war vor einem Jahr aus dem Berliner Zoo nach Stralsund gebracht worden. Auch dem Berliner Aquarium war die Hai-Dame mit rund 200 Kilogramm zu groß geworden.

In der Schwarmfischbecken-WG im Ozeaneum leben die beiden Haie zusammen mit Makrelen, Zackenbarschen und Rochen. Damit die kleinen Fische nicht gefressen werden, würden beide Haie gut gefüttert, sagte der Ozeaneumssprecher. Die Tiere nehmen ihr Futter aus Makrelenhecht, Wittling und Brasse immer an einer bestimmten Stelle im Becken in Empfang.

In der Natur kommen Sandtigerhaie in allen subtropischen und tropischen Gewässern vor. Die Bezeichnung Sandtigerhai wurde von der bronzefarbenen Färbung abgeleitet. Für den Menschen seien Sandtigerhaie ungefährlich. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit den Tigerhaien komme es aber immer wieder zu Verwechslungen bei Angriffen auf Taucher und Badende.

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