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Hochzeitsplanungen und Hochzeitsmessen : Liebe auf den ersten Klick

vom
Aus der Onlineredaktion

Und es hat Zoom gemacht: Martin Studzinski und Daniela Richter trafen sich zum ersten Mal im Internet. Im Sommer wollen sie heiraten

von
erstellt am 28.Jan.2017 | 05:00 Uhr

„Was für eine Frau – das dachte ich, als ich ihr Bild sah.“ Martin Studzinski schwärmt von den langen dunklen Haaren, von den rehbraunen Augen, den niedlichen Grübchen: „Vom Optischen ganz zu schweigen, habe ich durch Dani wieder ins Leben zurückgefunden.“ Als Martin sich vor knapp zwei Jahren ein Profil bei der Online-Partnerbörse „Lovescout24“ anlegte, war seine erste Ehe gerade gescheitert. Er saß alleine in einem Haus, das eigentlich für seine Familie gedacht war – auf der Suche nach Liebe, dem persönlichen Glück. Geblieben war nur Hündin Chica.

„Ich habe nie gedacht, dass ich im Internet den Mann meines Lebens finde.“ Daniela Richter kramt in ihren Erinnerungen. „Ich wurde sitzen gelassen, versank in der Trauer. Nach etwa einem Monat wusste ich, dass es so nicht weitergehen kann, auch wegen meiner Tochter Florentine.“ Daniela meldete sich bei der Single-Plattform an. „Irgendwann hatte ich eine Nachricht von Martin erhalten. Wir schrieben eine Weile, doch dann war der Kontakt weg.“ Auf Danielas Bildschirm flimmerte die Botschaft „Ihr Empfänger hat ein volles Postfach.“ Sie suchte Martin in dem sozialen Netzwerk Facebook, schrieb ihn an. „Das war im Oktober 2014. Zwei Wochen später haben wir uns das erste Mal getroffen.“ Er war hin und weg, sie ein bisschen kritisch. „Er war schließlich noch verheiratet. Und dann war da dieser Hund. Ich habe Angst vor Hunden“, erklärt Daniela ihre Zweifel. Ein Kind haben sie beide, sogar im selben Alter. „Allerdings war das Folgetreffen schwer zu organisieren. Ich wollte Flori nicht mit zum Date nehmen. Hinzu kommt, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch im Schichtdienst gearbeitet habe“, erzählt die 34-Jährige. Doch Martin hatte sich verguckt, wollte die Beziehung unbedingt. „Ich war mir sicher mit ihr.“

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Ein halbes Jahr führte das Paar eine Wochenendbeziehung. Dann veränderte sich Danielas berufliche Situation. „Ich stieg im Unternehmen ab und verdiente dadurch weniger Geld.“ Die Rostockerin zog mit ihrer Tochter zu Martin. Gemeinsam gestalteten sie das Haus um. Inzwischen wohnt auch Martins Sohn Jesse zwei Wochen im Monat dort. „Ich habe von vielen Seiten gehört, das ginge alles viel zu schnell. Auch für unsere Kinder war das nicht leicht. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir uns alle aneinander gewöhnt haben“, gibt Daniela zu. Nachdem Martins Scheidung durch und das Haus weitestgehend renoviert war, gönnte sich das Paar den ersten gemeinsamen Urlaub. Sie fuhren nach Prag.

„Für mich stand fest, dass ich Dani dort frage, ob sie mich heiraten möchte. Ich bat eine Freundin, die Schmuckdesignerin ist, einen Ring anzufertigen“, sagt Martin. „Wir saßen auf einer Bank und er fing immer wieder an mir zu sagen, dass er mich liebt und das gerne zeigen würde.“

Fünf Anläufe brauchte Martin, bis die Frage schließlich über seine Lippen schlich. „Ich habe immer gezweifelt, ob es die ewige Liebe gibt. Aber das bedeutete für mich, dass ich angekommen bin.“ Daniela sagte ja. „Am Ende saßen wir dort und haben beide geweint.“

Der Termin für die Hochzeit steht schon fest: Am 28. Juli dieses Jahres soll aus dem „Ich und Du“ ein „Wir“ werden. Für die standesamtliche Trauung haben sich Daniela und Martin die Vogtei in Warnemünde ausgesucht. Gefeiert wird mit rund 60 Gästen in der Küstenmühle Hinrichsdorf.

„Bevor ich Dani traf, war ich unzufrieden. Sie vervollständigt mich. Dass ich sie bald meine Frau nennen darf, ist für mich das i-Tüpfelchen unserer Beziehung“, schwärmt Martin.

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