Verkehrswacht MV : Lichtproblem an jedem dritten Auto

Verkehrswacht MV: „Folgen unterschätzt“

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08. Dezember 2014, 20:30 Uhr

Falsche Einstellung oder schlicht defekt: Bei jedem dritten Auto in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Probleme bei Scheinwerfern und Rücklichtern. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) werteten bei der diesjährigen Aktion „Lichttest 2014“ die Ergebnisse von 1747 getesteten PKW im Land aus. Davon wurden 534 Fahrzeuge (31,15 Prozent) beanstandet – einige mit mehreren Fehlern.

Bei 21 Prozent der Autos bemängelten die Prüfer die Helligkeit der Scheinwerfer. Außerdem musste bei ebenfalls 21 Prozent der Fahrzeuge die Beleuchtungsanlage justiert werden, weil die Scheinwerfer zu hoch oder zu niedrig eingestellt waren. Weitere 2,8 Prozent hatten vorn mindestens auf einer Seite gar kein Licht. In 129 Fällen funktionierten Rück- oder Bremslichter nicht.

„Diese Ergebnisse decken sich mit den Erfahrungen, die wir bei Kontrollen machen“, sagte Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizei in Ludwigslust. Gerade in der dunklen Jahreszeit sollten Fahrer auf ausreichende Sichtverhältnisse achten. „Zu hoch eingestellte Scheinwerfer blenden den Gegenverkehr, zu niedrig eingestellte leuchten die Straße unzureichend aus“, beschrieb Wiechmann das Gefahrenpotenzial.

Im Vergleich der Bundesländer schneidet Brandenburg am besten ab: Nur 22,6 Prozent der Autos haben Licht-Probleme. Am unteren Ende der Skala liegt Hamburg mit einer Quote von 39,2 Prozent.

Hans-Joachim Hacker, Landesvorsitzender der Verkehrswacht MV: „Das Problem wird hier im Land weitgehend unterschätzt.“ Jedes Jahr im Oktober bieten Werkstätten Autofahrern die Möglichkeit, kostenfrei die Beleuchtungsanlage ihres Fahrzeuges prüfen zu lassen. In Mecklenburg-Vorpommern könnte nach Ansicht von Hacker die Zahl der Autofahrer, die dieses Angebot nutzen, höher sein.

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