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Mecklenburg-Vorpommern

20. November 2017 | 09:00 Uhr

Lichtblick

vom

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2007 | 09:28 Uhr

Es gibt ihn doch - den Lichtblick in der desolaten Filmförderung von MV. Die Filmland gGmbH, die seit diesem Jahr das Schweriner Filmkunstfest veranstaltet, hat gestern ihre Jahresbilanz vorgelegt und vielversprechende Projekte für die Zukunft vorgestellt. Sie zeigt, dass Kulturförderung, die sich in effizienten Strukturen bewegt, große Dynamik entfalten kann. So hat die gemeinnützige GmbH mit wesentlich weniger Förderung wesentlich mehr erreicht als das von einem kleinen Interessenverein getragene Filmbüro in Wismar - nämlich ein Publikum, das landesweit mehr als 33 000 Zuschauer zählte. Nicht nur das Schweriner Filmkunstfest, sondern auch viele für 2008 geplante Veranstaltungen setzen dabei ganz gezielt darauf, die besonders massenwirksame Filmkunst auch die Provinz zu tragen. Dahin, wo der kulturelle Notstand am größten ist. Und dahin, wo rechtem Ungeist bislang wenig streitbare Demokratie entgegen tritt. Glücklicherweise hat auch das Kultusministerium endlich begriffen, dass es in der Kulturförderung klar definieren muss, was es wirklich will. Die gerade geschlossene Zielvereinbarung mit der Filmland gGmbH markiert da einen Kurswechsel: Hier formuliert die Politik - ohne zu bevormunden - einen klaren Auftrag und sagt im Gegenzug einen verlässlichen Förderrahmen zu, der an das Erreichen der Ziele gekoppelt ist. Nicht nur ein Lichtblick, sondern ein Weg für die Reform der gesamten Filmförderung.

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