zur Navigation springen

Leuchtturm von Hiddensee als Kachelofen nachgebaut

vom

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2013 | 04:39 Uhr

Seit gestern treffen sich Vertreter der Ofensetzer in Linstow zum 10. Norddeutschen Kachelofenbauertag zusammen. Rund 250 Teilnehmer aus dem Norden werden zu der jährlich stattfindenden Fachtagung erwartet. Ofenbaumeister Cordes hat für die Jubiläumsveranstaltung den Leuchtturm von Hiddensee als 3,70 Meter hohen Kachelofen nachgebaut. Seit zehn Jahren ist der Leuchtturm das Wahrzeichen des Norddeutschen Kachelofenbauertags, erklärt er.

Kaminöfen erleben seit Jahren einen Boom - auch im Nordosten: Hohe Energiepreise, denen man ausweichen will, die angenehme Wärme und die Faszination des Flammenspiels bringen immer mehr Wohnungseigentümer dazu, in einen Holz- oder Kohleofen zu investieren. Ofenbauer Jens Cordes aus Malchow beobachtet einen weiteren Trend: Die Renaissance des Kachelofens. „Es gab einen großen Boom bei preisgünstigen Kaminöfen, aber jetzt richtet sich der Blick auf Werthaltigeres“, sagt der Landesfachgruppenleiter der Ofenbauer in Mecklenburg-Vorpommern.

Allerdings sei ein Kachelofen nicht billig. Ein vom Ofenbauer individuell gebautes Stück könne schon 8000 bis 12 000 Euro kosten.

„So ein Ofen ist dann über eine Tonne schwer und speichert die Wärme bis zu einer Woche“, sagt Cordes. Mit Zahlen zur Marktentwicklung kann er nicht dienen. Nur so viel: Es handele sich nicht um einen Massenmarkt. „Aber es greift um sich.“ Die Branche im Land schaue freudig gelassen in die Zukunft. Auszusterben droht sie nicht: Im vergangenen Jahr haben Cordes zufolge in Schwerin 16 Nachwuchskräfte, auch aus anderen Bundesländern, ihren Meister gemacht. In Schwerin ist die Meisterausbildung für Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen