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Geschichte von MV : Leuchttürme der Erinnerung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 25 Gedenkstätten – doch sie sind keine Selbstläufer

Gedenkstätten sind aus Expertensicht von essenzieller Bedeutung für die historisch-politische Bildungsarbeit. „Sie sind wichtige Leuchttürme, wenn es um die Frage geht, wie eine Gesellschaft gedenkt und erinnert und welche Schlüsse aus der Vergangenheit gezogen werden“, sagte der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt, gestern beim Landesgedenkstättenseminar in Rostock mit mehr als 60 Teilnehmern.

Mecklenburg-Vorpommern verfüge mit seinen 25 Gedenkstätten über ein dichtes Netz von solchen Orten. Die Vielfalt der unterschiedlichen Themen sei ein großes Pfund, das in anderen Bundesländern so nicht vorzufinden sei. Die Gedenkstätten finden nach Schmidts Einschätzung eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung und vor allem in den Schulen.

Es sei eine gute Einrichtung, dass zum Beispiel Klassenfahrten zu den Orten organisiert werden. Doch dies sei kein Selbstläufer. „Wir müssen uns mit den Gedenkstätten darum kümmern, dass die Angebote attraktiv genug sind und von Seiten der Lehrer eine ausreichende inhaltliche Unterstützung da ist.“ Die Landeszentrale für politische Bildung verfüge derzeit über einen Jahresetat für Gedenkstätten von rund 220 000 Euro. Größere Sanierungen müssten davon aber nicht bezahlt werden. Auch wenn es an einigen Orten größeren Handlungsbedarf gebe, seien in der Vergangenheit immer vernünftige Lösungen gefunden worden, sagte Schmidt.

Es müsse weiter Normalität sein, dass Themen wie die Gräuel des Nazi-Regimes oder das Unrecht der DDR-Diktatur in den Schulen und Hochschulen behandelt werden. So könne gewährleistet werden, dass auch die nächsten Generation von dieser Vergangenheit erfahren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen können.

 

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