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Letzter Platz, aber Armut in MV eicht gesunken

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Schwerin | Die Armut ist in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen. Der Anteil der Hartz-IV-Empfänger an der Bevölkerung sank von 2005 bis 2010 von 19,8 auf 16,1 Prozent, wie der Paritätische Wohlfahrtsverband gestern in Schwerin mitteilte. Allerdings seien noch immer 22,4 Prozent der Menschen im Nordosten armutsgefährdet (2005: 24,1 Prozent). In Vorpommern liege die Quote mit heute 24,6 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt, ebenso im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 23,8 Prozent. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des deutschen Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat. Für einen Single liegt diese Grenze bei 826 Euro im Monat, für eine vierköpfige Familie bei 1735 Euro, wie der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Klaus Gollert, sagte. MV sei damit nach wie vor das Bundesland mit dem größten Anteil armutsgefährdeter Menschen an der Bevölkerung. Als Hauptgrund gelten neben der noch immer überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit die vergleichsweise niedrigen Löhne. Der Verband fordert deshalb einen in Ost und West einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn. Der Osten Deutschlands ist Gollert zufolge nach wie vor deutlich stärker von der Armut betroffen als der Westen. Dennoch zeigten Bundesländer wie Thüringen und Brandenburg bereits eine deutlich positivere Entwicklung als MV.

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erstellt am 22.Dez.2011 | 11:36 Uhr

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