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Volkswerft Stralsund : Letzter P+S-Chef: Rettung war unmöglich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die verzweifelte Lage der Volkswerft Stralsund war dem Land nach Einschätzung des letzten P+S-Geschäftsführers Rüdiger Fuchs im Sommer 2012 nicht im ganzen Ausmaß bekannt.

Die verzweifelte Lage der Volkswerft Stralsund war dem Land nach Einschätzung des letzten P+S-Geschäftsführers Rüdiger Fuchs im Sommer 2012 nicht im ganzen Ausmaß bekannt. Als er am 7. August sein Amt antrat und die beiden Fähren für Scandlines besichtigte, habe er feststellen müssen, dass diese unmöglich bis zum vertraglich vereinbarten Liefertermin fertiggestellt sein würden, sagte Fuchs gestern als Zeuge im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtags zur P+S-Pleite. So hätten bei der ersten Fähre, die vier Wochen später ausgeliefert werden sollte, noch die aufwändigen Innenausbauten der Passagierdecks gefehlt. Nackter Schiffbaustahl und Kabel seien dort zu sehen gewesen. Auf der zweiten Fähre war die Lage ähnlich. „Meine Situation war die eines Notarztes, der an einen Unfallort kommt und feststellen muss, dass ein lebenswichtiges Organ versagt hat“, sagte Fuchs. Sein Versuch, Scandlines zu Nachverhandlungen zu bewegen, sei gescheitert, berichtete Fuchs weiter. Damit sei klar gewesen, dass die im Frühsommer aufgelegte Rettungsbeihilfe von Land und Bund in Höhe von 152 Millionen Euro nicht ausreichen würde. Dies alles sei für die Beteiligten im August eine neue und auch ernüchternde Erkenntnis gewesen.

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