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Jabel-Leussower Heide : Leser fotografiert Jungwolf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wölfe in der Alt Jabel-Leussower Heide gesichtet

„Erster Wolfsnachwuchs in MV“ – In der Lübtheener Heide waren vor wenigen Tagen Wolfswelpen in eine Fotofalle getappt. Dieser Bericht in unserer Zeitung (28. Juli) veranlasste unseren Leser Hans Jalaß aus Hohenwoos bei Vielank selbst die Kamera in die Hand zu nehmen und auf Pirsch zu gehen. Er interessiert sich seit Jahren für die Wiederansiedlung des Wolfes. Und er hatte mit der Kamera Erfolg.

Hans Jalaß schreibt: „Bereits in den Jahren 1984 und 1987 wurden hier je ein Wolf gesehen und von Jägern erlegt. In diesem Zeitraum durften die Wölfe hier bejagt werden (Jagdrecht der DDR). Ab 1992 ist das Bundesjagdgesetz für ganz Deutschland gültig. Das bedeutet, dass Wölfe nicht bejagt werden dürfen. Außer im Bundesland Sachsen unterliegt der Wolf nicht dem Jagd–, sondern dem Naturschutzrecht.

Dadurch war es möglich, dass die Wölfe in vielen Teilen Deutschlands heimisch geworden sind. Im Jahre 2013 soll es in Deutschland mehr als 20 Wolfsrudel gegeben haben. Eine weitere Ausbreitung ist sicher. Ab dem Jahre 2005 wurden in der Alt Jabel-Leussower Heide und den angrenzenden Feldgebieten tatsächliche oder vermeintliche Wolfsrisse gefunden. Eine hundertprozentige Sicherheit ist nur durch eine DNA-Untersuchung möglich. Dieser Nachweis ist ab dem Jahre 2006 gegeben. In den Jahren 2007 und 2010 hatte ich jeweils eine Begegnung mit dem Wolf, leider ohne Nachweis.

Bis einschließlich 2012 wurde immer nur eine Wolfsspur gesehen. Erst ab dem Jahr 2013 kam ein zweiter Wolf (Wölfin) dazu. Und so blieb es nicht aus, dass sich Nachwuchs einstellte. Mittels einer Fotofalle konnte der Biologe und Wolfsexperte Dr. Norman Stier fünf Jungwölfe nachweisen. Unabhängig davon gelang es mir ebenfalls Anfang August einen Welpen mehrmals zu fotografieren.“


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