Lesen und schreiben - für die Zeitung

<fettakgl>Neue 'Zisch'-Reporter: </fettakgl>Die 7b der Goethe-Schule in Parchim macht bei 'Zeitung in der Schule' mit. <foto>Michael-Günther Bölsche</foto>
Neue "Zisch"-Reporter: Die 7b der Goethe-Schule in Parchim macht bei "Zeitung in der Schule" mit. Michael-Günther Bölsche

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11. März 2013, 08:20 Uhr

Schwerin/Parchim | Florian Kürschner ist einer der ersten bei "Zisch": Er und die gesamte 7b der Parchimer Goethe-Schule macht beim großen "Zeitung in der Schule"-Projekt unserers Verlagshauses mit, das heute startet. So, wie mehr als 5800 Kinder und Jugendliche im gesamten Nordosten von Gadebusch bis Wittenberge. Und weil die Goethe-Siebtklässler fast alle zum ersten Mal bei "Zisch" dabei sind, hatten sich die Projektredakteure Susann Matschewski und Philip Schroeder diese Klasse für einen Vorab-Besuch ausgesucht. Deutschlehrerin Rosemarie Rogmann überzeugte sogar ihre Kollegin, einen Teil der Freitags-Chemiestunde für das Medienprojekt zu opfern. "Wir werden vor allem im Deutsch-Unterricht mit der Zeitung arbeiten", so die Lehrerin.

Bei "Zisch" bekommen alle Teilnehmer täglich ein aktuelles, druckfrisches Exemplar der Zeitung in die Schule geliefert. In den Ferien kommt ihre Ausgabe auf Wunsch auch nach Hause. Dazu bekommen alle Lehrer detailliert ausgearbeitetes Unterrichtsmaterial, das die medienpädagogischen Experten der Agentur raufeld medien erarbeitet haben. "Man muss natürlich nicht alles nutzen, sondern die Lehrer können sich wie aus einem Baukasten das heraussuchen, was sie möchten und was am besten in ihren Unterricht passt", erläuterte Philip Schroeder. Wie wird Zeitung gemacht und vor allem: Warum müssen Zeitung und Medien sein in einer Demokratie? Was unterscheidet Werbung und Berichterstattung? Wie sind Meinungsbeiträge und Nachrichten getrennt? All das ist sozusagen die Theorie bei Zisch. Aber es geht auch um die Praxis. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, selbst für die Zeitung zu schreiben. Ob kurze Artikel oder lange Geschichten, ob Berichte über Projekte an der Schule oder Meinungs-Artikel über große politische Themen - alles ist erlaubt und wird auf den "Zisch"-Seiten veröffentlicht.

Die "Zisch"-Reporter können sich ihre Themen zwar ganz auf eigene Faust suchen - aber sie müssen es nicht. Die "Zeitung in der Schule"-Aktionspartner Deutsche Vermögensberatung (DVAG) und Edeka bieten eine ganze Reihe von Veranstaltungen für die Kinder und Jugendlichen an. Dabei geht es nicht um Werbung für die eigenen Produkte, sondern bei der DVAG um finanzielle und wirtschaftliche Allgemeinbildung und bei Edeka um das Thema Qualitätssicherung bei Lebensmitteln und um gesunde Ernährung. Vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise und der sich häufenden Lebensmittelskandale, Stichwort Pferd in der Lasagne, sind das hochaktuelle Themen. Außerdem geht es auch um Berufsorientierung.

Die Redakteure unserer Zeitung stehen als Ratgeber bereit, besuchen Klassen, veranstalten dort Schreibtrainings - und sorgen dafür, dass die Schüler-Artikel in der Zeitung erscheinen.

Also: Auf in das neue "Zisch"-Projekt. Die Zeitung ist offenbar auch im Zeitalter von Smartphones, Tablet-PCs und Internet spannend. Als sich die beiden Projektredakteure nach ihrem Vorab-Besuch in der Parchimer Goethe-Schule wieder auf den Weg in die Redaktion machen wollten, tönte es aus der letzten Reihe: "Sie können ruhig noch eine Weile bleiben..." Keine Sorge: Die Zeitung bleibt - sozusagen. Denn "Zisch" wird erst Mitte Juni wieder enden. Bis dahin will Florian Kürschner auf jeden Fall nicht nur einen Artikel geschrieben haben.

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