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Bildungspolitik : Lesen in Ferien macht sich bezahlt

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36 Bibliotheken im Land machen bei der Aktion „FerienLeseLust MV“ mit. Grundstein für gute Deutsch-Zensur

svz.de von
erstellt am 11.Aug.2014 | 07:45 Uhr

Noch  reicht  die   Zeit  allemal:  Wer  in  diesen Sommerferien mindestens  ein Buch aus  einer Bibliothek  ausleiht  und  liest,  kann damit   den Grundstein  für  eine  gute Deutsch-Zensur  im kommenden  Schuljahr  legen.  Denn  er   bekommt   ein  Lesezertifikat,  dass  er nach den Ferien  seinem  Deutschlehrer vorlegen sollte,  der  diese   besondere  Leistung   zum Beispiel mit   einem Eintrag  in  das  nächste  Zeugnis   honorieren kann. 

Möglich  macht  dies  die Aktion  „FerienLeseLust MV“,  die  noch bis  zum   29. August   läuft. 36  öffentliche Bibliotheken  aus  dem ganzen  Land  beteiligen sich  daran.  Sie  alle  haben  spezielle Angebote für  Kinder zwischen  10  und  14  Jahren  zusammengetragen.

In  der Parchimer  Stadtbibliothek stehen beispielsweise rund   380  Titel   in extra für die  Aktion zusammengestellten  Regalen  bereit, so  die stellvertretende  Bibliotheksleiterin Bärbel Buttler. In  der Stadtbibliothek  Rostock    gehören die Reihen  „Dork Diaries“ von Rachel Renée Russell, „Greg´s Tagebuch“ von Jeff Kinney   und „Tom Gates“ von Liz Pichon  zu  den Rennern bei  den Ferienkindern. 173  haben sich   bisher für  die   Aktion  registriert.  Und: „Es  ist  auch jetzt noch  möglich, sich  anzumelden“,  betont  Mitarbeiterin Katharina  Bonke. 

Die Wismarer Bibliothek stiftet  einen Wanderpokal  in  Form eines aufgeschlagenen  Buches, den die  Schule  mit  den meisten  Teilnehmern  am Leseprojekt  bekommen soll.

„Regelmäßiges Lesen verbessert die Denkprozesse. Studien zeigen, dass Lesen die soziale Kompetenz stärkt, die Konzentrationsfähigkeit erhöht und: Lesen bildet! Frühzeitiges Lesen in der Familie fördert die Sprachentwicklung sowie die ästhetische Wahrnehmung, weckt Kreativität und fördert das Gedächtnis. Lesen schafft Gemeinschaft“, betont Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD), dessen Haus das  Leseförder-Projekt  mit  20 000 Euro finanziert.

Der  Bildungsbericht 2012  hatte  Mädchen  und Jungen zwar  eine  deutlich  verbesserte  Lesekompetenz  bescheinigt. Er  wies aber auch aus,  dass der Anteil leseschwacher Schülerinnen und  Schüler  nach wie   vor    hoch  ist.  Insbesondere  an  sie   wendet  sich die „FerienLeseLust MV“ .

Die   Aktion  knüpft  an den FerienLeseClub  an, der  in  den  letzten  Jahren mit  finanzieller Unterstützung  der Nordmetall-Stiftung   durchgeführt  wurde.  In  anderen   Bundesländern  gab  und gibt es   vergleichbare   Initiativen.  So  haben  2013 bundesweit  83 984  Schülerinnen und  Schüler  in  Ferienleseclubs   insgesamt  522 733  Bücher  gelesen.

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