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Mecklenburg-Vorpommern

21. August 2017 | 18:01 Uhr

Lenzens Narren sind im Probenstress

vom

Lenzen | Mit dem ersten Büttenabend am 21. Januar 2012 beginnt für die Mitglieder des Lenzener Carnevals-Club (LCC) "Blau-Weiß" die 64. Saison. Doch bevor sich der Vorhang im Schützenhaus Lenzen öffnet, liegt noch jede Menge Arbeit vor den Narren. "Die Vorbereitungen sind in vollem Gange", bestätigt LCC-Präsident Torsten Wagner. Seit Ende August feilen die Karnevalssänger an ihrem Programm, stecken die Tanzgruppen des LCC mitten in den Proben und grübeln die Büttenredner über ihre bissigen Vorträge. "Wir haben in dieser Saison viele Neuerungen und Überraschungen ins Programm eingebaut", erzählt Torsten Wagner weiter, ohne sich dabei zu tief in die Karten schauen zu lassen.

Neu im Veranstaltungsprogramm ist auf jeden Fall ein Ü50-Büttenabend. "Wir wurden in den vergangenen Jahren immer wieder von Leuten angesprochen, die noch nicht zum Rentnerkarneval gehen möchten, für die der Abend bei den regulären Veranstaltungen aber zu lang ist. Deshalb haben wir den Ü50-Büttenabend, der bereits um 18 Uhr beginnt, erstmalig eingeführt", sagt Wagner und ist selbst gespannt, wie der Abend ankommt. "Das soll natürlich nicht heißen, dass wir die Ausweise kontrollieren und keine Besucher unter 50 in den Saal lassen."

Was Details zum Bühnenprogramm angeht, müssen sich die Gäste weiter gedulden, bevor sie beispielsweise das Karnevalsmotto der Saison 2011/12 erfahren. Auch die Gerüchteküche darf angesichts der wie immer bis zum ersten Büttenabend streng geheim gehaltenen Namen des Prinzenpaares weiter kräftig brodeln. Selbst der LCC-Präsident wird von seinem "Prinzenpaarbeauftragten" im Ungewissen gelassen. "Ich weiß selbst erst kurz vor dem ersten Büttenabend, wer die Majestäten sein werden", so Wagner.

Zurück zu den Vorbereitungen. Mitten in den Arbeiten stecken auch die Bühnenbauer und Techniker des LCC. Dreimal wöchentlich treffen sie sich momentan im Schützenhaus, um ihre im Sommer "beim Bierchen ausgetüftelten Ideen", wie Schlosser und Elferratsmitglied Bodo Dannehl schmunzelnd zugibt, in die Tat umzusetzen. Dem "Prignitzer" gewähren die Männer einen kurzen Blick hinter die Kulissen. Und tatsächlich, langsam nimmt das Bühnenbild Gestalt an, sind erste Tendenzen, wohin die Reise gehen soll, zu erkennen. Dieter "Polli" Heckscher, Zeremonienmeister und seit über vier Jahrzehnten für den Verein aktiv, schraubt zusammen mit Elferratsmitglied Norbert Lindow an den Requisiten aus Holz oder Pappmaché. "Polli" hat als gelernter Tischler seit vielen Jahren den Hut beim Bühnenbau auf. Während Stefan Rüger, einer der Beleuchter, die Kreissäge in Stellung bringt, ist sein Pendant am Spot und "Herr der Farben", Uwe Stecker, mit der Farbrolle im Einsatz. Mehr darf aber auch der "Prignitzer" nicht fotografieren. "Wir wollen nichts verraten."

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erstellt am 20.Dez.2011 | 11:10 Uhr

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