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Linkspartei will Schülern Abitur erleichtern : Lehrer und Schüler durch Abiturplan überfordert?

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Die Linke hält Lehrer und Schüler in MV durch das zwölfjährige Abitur für überfordert. Sie will in den unteren Klassen früher mit Geschichte, Geographie und Sozialkunde anfangen, um die älteren Schüler zu entlasten.

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2013 | 09:36 Uhr

Schwerin | Die Linkspartei hält Lehrer und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern vom derzeitigen Weg zum Abitur nach zwölf Jahren für überfordert. Darum will sie in den unteren Klassen früher mit Geschichte, Geographie und Sozialkunde anfangen, um die älteren Schüler vor dem Abitur zu entlasten. Mit einem entsprechenden Landtagsantrag macht die Linke den Grünen Konkurrenz. Die hatten gerade vorgeschlagen, Schüler wählen zu lassen, ob sie am Ende zwölf oder dreizehn Jahre bis zum Abitur brauchen.

"Zwei Stunden Geschichte können bereits in der fünften Klasse unterrichtet werden", sagt Simone Oldenburg, die Bildungs-Expertin der linken Landtagsfraktion. Gerade im ersten Jahr nach dem Wechsel auf eine weiterführende Schule seien die Kinder besonders gut motiviert. Auch Geographie könne in den unteren Klassen gebündelt werden. Derzeit werde es in der Regel drei Jahre lang mit jeweils nur einer Wochenstunde gegeben. "Damit sind weder die Lehrer noch die Schüler glücklich." Simone Oldenburg schlägt auch vor, mit dem Sozialkundeunterricht in der siebten Klasse zu beginnen. Das entspreche einer Forderung, die Schüler auf der Veranstaltung "Jugend im Landtag" formuliert hätten. Am Ende könnte die Wochenstundenzahl in Klassenstufe elf von 36 auf 34 und in Stufe zwölf von derzeit 34 auf 32 gesenkt werden.

Wenn die Landtagsmehrheit dem Vorschlag der Linken folgt, müsste eine Expertengruppe Details ausarbeiten, und auch klären, wie viel Unterricht den musisch, sportlich oder allgemein hochbegabten Kindern zuzumuten ist, die ab Klasse fünf auf ein Spezial-Gymnasium gehen. Sie absolvieren zurzeit in der Orientierungsstufe bis zu 34 Wochenstunden.

Davon abgesehen fordert die Linke, die Vorgabe der Kultusministerkonferenz zu überprüfen, nach der 265 Wochenstunden zum Abitur führen müssen. Diese Regel stamme aus der Zeit, als das Abitur nach 13 Schuljahren abgelegt wurde. Als die Schulzeit auf zwölf Jahre vermindert wurde, so Oldenburg, hätte auch die Pflichtstundenzahl gesenkt werden müssen.

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