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Mecklenburg-Vorpommern

24. September 2017 | 19:46 Uhr

Leere Strandkörbe - Urlauber bleiben aus

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2011 | 07:01 Uhr

Rügen | Hochsaison an der Küste sieht anders aus. Missmutig schaut Martin Kruggel gen Himmel. Sein Blick schweift am Samstag über den fast menschenleeren Ostseestrand. Nur eine Handvoll Unverwüstlicher trotzt dem Dauerregen und stapft mit Regenschirm und Regencape durch den pitschnassen Sand. „Die Geschäfte laufen schlecht“, sagt der Unternehmer, der im Nobelbad Binz auf der Insel Rügen mehrere hundert Strandkörbe vermietet und auch einige Verkaufspavillons betreibt.

Normalerweise seien die Strandkörbe im Juli und August fast ausgebucht, sagt Kruggel. „Aber jetzt bin ich schon froh, wenn in ihnen wenigstens mal ein paar Gäste für eine Stunde Schutz vor dem Regen suchen und dem Wetter mit einem guten Buch oder einer Flasche Wein trotzen.“

Die Hotels und Pensionen gleich hinter Mecklenburg-Vorpommerns Dünen sind in diesen Tagen fast komplett ausgebucht, doch die Urlauber flüchten von der Küste ins Hinterland. Seit Mittwoch stauen sich tagsüber die Autokolonnen kilometerweit auf den Inselabfahrten. Auf der neuen Rügenbrücke zum Beispiel ging am Samstag zeitweise gar nichts mehr. Denn zur Abreise zum Bettenwechsel in Rügens Hotels komme auch noch der Run auf Stralsund, sagte ein Polizeisprecher.

In der UNESCO-Welterbe-Stadt, die am Wochenende wieder Tausende zu den traditionellen Wallenstein-Tagen lockte, klingelten die Kassen. „Parkplätze sind Mangelware, wir raten den Gästen zum Umstieg auf den Bus“, sagte ein Sprecher der Stadt. Tief Otto spiele der Stadtgastronomie, die sonst unter sonnigem Wetter eher leide, in die Karten, sagt Matthias Dettmann vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. Zu den Gewinnern gehören auch die Museen. Schon kurz vor der Öffnung des Ozeaneums um 9.30 Uhr drängelten sich jetzt die Gäste in langen Schlangen auf der Hafeninsel, sagt die Sprecherin des Meeresmuseums Diana Quade. Seit Tagen würden an der Kasse täglich bis zu 7000 Karten und mehr verkauft.

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