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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 21:40 Uhr

Grüne Woche : Leckereien für Naschkatzen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Spezialitäten aus der Backstube: Frank Röntgen lebt die Kaffeehauskultur – Mit seinen Torten fährt er zur Grünen Woche nach Berlin

von
erstellt am 13.Jan.2015 | 21:15 Uhr

Es ist die größte Ernährungsschau der Welt: Die Grüne Woche beginnt am Freitag in Berlin. Bis zum 25. Januar lädt die Schlemmermeile zum 80. Mal Besucher und Fachleute ein. Mit dabei: Knapp 60 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern. In einer Serie stellen wir einige vor.

Teil 2:

Es war einmal ein Konditorgeselle. Er wanderte durchs Land. Eines Tages machte er Halt in der Gemeinde Brunshaupten, einem heutigen Ortsteil von Kühlungsborn. Er ging in die Bäckerei Techel, traf dort, in der Neuen Reihe 19, seine große Liebe. Der junge Konditor aus der Familie Röntgen heiratete die junge Bäckerin aus der Familie Techel. Gemeinsam eröffneten die beiden eine Konditorei.

Mittlerweile gibt es in Kühlungsborn zwei Standorte, an denen die Torten, Pralinen und anderen Leckereien der Familie Röntgen verkauft werden. Es sind zwei Filialen von insgesamt sechs, die Frank Röntgen in den vergangenen zwei Jahrzehnten eröffnete. Der Unternehmer leitet den Familienbetrieb bereits in fünfter Generation. „Ich habe nach der Wende ein Kaffeehaus, eine Konditorei und ein Apartmenthotel eröffnet“, erinnert er sich. Mit dem Kaffeehaus und der Konditorei hatte er Erfolg. Das Rezept: „Wir sind ein Unternehmen mit Tradition, das auch modern ist, ohne modisch zu sein“, so Röntgen.

Inzwischen sind seine Produkte auch über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus bekannt. Frank Röntgen betreibt eine Filiale am Alexanderplatz im Herzen von Berlin. Doch damit nicht genug: Der Unternehmer plant, seine Gaumenfreuden künftig auch zu exportieren. Erste Handelsbeziehungen mit Russland und Finnland wurden bereits geknüpft. Auf der Internationalen Grünen Woche, die am 17. Januar in Berlin startet, will sich Röntgen nach weiteren Kooperationspartnern umsehen. „Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb ich hinfahre. Die Klassik-Konditorei Röntgen gehört zu dem Besten, was Mecklenburg-Vorpommern zu bieten hat. Wir wollen also dabei sein, wenn sich das Beste aus dem Land auf der Grünen Woche präsentiert“, so der 53-Jährige. „Die MV-Länderhalle ist eine der frequentiertesten Hallen auf der Messe. Ganz MV fährt dorthin. Wir wollen nicht nur unsere Gäste treffen, sondern auch vor Ort zeigen, welche handwerkliche Qualität unseren Produkten zugrunde liegt“, ergänzt er.

Frank Röntgen setzt auf Regionalität. Dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA steht er kritisch gegenüber: „TTIP ist für das Lebensmittelhandwerk so, wie es geplant ist, nicht sinnvoll. Wir werden nicht um TTIP herumkommen, es funktioniert aber nur, wenn die regionale Vielfalt, die Deutschland und Europa ausmacht, nicht erdrückt wird. Wir wollen keine uniforme Globalisierung, sondern regionale Produktvielfalt, die global vermarktet wird.“

Seine Torten, Delikatessen, Brötchen und das vor allem im Sommer beliebte Konditoren-Eis lässt Röntgen in seiner Manufaktur in Steffenshagen anfertigen. Erst vor Kurzem hat er für die ursprünglich fremdvermietete Filiale in Schwerin wieder die Eigenregie übernommen. Das Café wurde renoviert, neue Mitarbeiter wurden eingestellt. „Wir sind immer auf der Suche nach kompetentem Personal. Umso größer und stabiler das Schiff, desto besser kann man den Wellen trotzen, denen man begegnet. Wir wollen nicht ins Unermessliche wachsen, wir sind nur auf der Suche nach Fachkräften, gerade auch für den Ausbau des Export-Geschäftes. Derzeit arbeiten in dem mittelständischen Unternehmen 60 Mitarbeiter. Ihre Devise: „Im Vordergrund steht immer, dass der Gast zufrieden ist – und das an jedem Tag, den er zu uns kommt“, betont Frank Röntgen.

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