Jahrelang vermisst : Lebenszeichen von Diana Ferch?

Diana Ferch
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Diana Ferch

Eine rätselhafte Begegnung nährt die Hoffnung, dass die Vermisste vielleicht doch nicht Opfer eines Verbrechens wurde.

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03. Dezember 2014, 20:10 Uhr

Eine rätselhafte Begegnung nährt die Hoffnung, dass die seit dem 27. Juni 2011 vermisste Diana Ferch vielleicht doch nicht Opfer eines Verbrechens wurde. „Ich gehe davon aus, dass die junge Frau noch lebt“, sagte ein Ermittler der Stralsunder Polizei dem „Nordkurier“.

Ein Ehepaar in Niebühl in Schleswig-Holstein will die damals 27 Jahre alte Frau im Januar 2013 vor seinem Haus gesehen und angesprochen haben. Das Paar hatte sich bereits im Juni dieses Jahres gemeldet, als der Fall in der Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst – Spezial: Wo ist mein Kind?“ ausgestrahlt wurde (wir berichteten). Inzwischen ist die Polizei auch diesem Hinweis nachgegangen und nennt Details. So habe Diana Ferch vor dem Wintergarten des Hauses gestanden. Im Gespräch habe die junge Frau angegeben, dass sie auf die Insel Sylt wolle und habe nach dem Bahnhof in Niebühl gefragt. Der Mann habe Diana später im Auto zum Bahnhof gefahren. Während der kurzen Fahrt habe die Frau Einzelheiten aus ihrem Leben erzählt. Weil das Ehepaar einige stimmige Details nicht aus den Medien erfahren haben kann, hält die Polizei die Hinweisgeber für glaubhaft und will ihre Suche nach Diana Ferch auf die Nordseeküste ausdehnen.

Eine andere Zeugin will Diana im Mai 2013 ebenfalls in Schleswig-Holstein gesehen haben. Die Gesuchte habe singend an einem Flussufer bei Friedrichstadt gesessen.

Profiler des Landeskriminalamtes waren dagegen in ihrer Fallanalyse zu dem Ergebnis gekommen, dass Diana Ferch Opfer eines Verbrechens geworden ist.

Die gesuchte Stralsunderin verabschiedete sich im Juni 2011 telefonisch von ihrer Mutter, weil sie eine Auszeit brauchte und wollte an der Mecklenburgischen Seenplatte wandern. Zur Einschulung ihres sechsjährigen Sohnes sei sie wieder zurück, versprach sie. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde Diana Ferch das letzteMal in Güstrow am 27. Juni 2011 lebend gesehen. Am Nachmittag dieses Tages unterhielt sie sich mit einem älteren Mann und benutzte dessen Handy für einen Anruf nach Hause. Von Güstrow wollte sie nach Mirow wandern, wo ein Treffen mit Freunden vereinbart war. Doch auf dem Campingplatz kam sie vermutlich niemals an.

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