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Warnemünde : Lebensgefahr an der Steilküste: Treppe gesperrt

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

An einem Teil der Steilküste droht Lebensgefahr. Der Grund: Die Witterung hat den Hang aufgeweicht. Ein Gutachter soll nun entscheiden, wie weiter vorgegangen wird.

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2015 | 21:20 Uhr

An einem Aufgang der Steilküste hat die Tourismuszentrale jetzt die Treppe gesperrt. Ein großes Warnschild mit roten Buchstaben informiert die Besucher. „Achtung: Lebensgefahr! Treppenniedergang gesperrt.“ Marketingchefin Beate Hlawa erklärt den Grund für diese rigorose, aber unumgängliche Maßnahme: „Der Hang der Steilküste wird auf Grund der Witterung immer wieder aufgeweicht. „Dadurch wandert die Treppe und musste von uns gesperrt werden“.

Die alten Schilder waren von Unbekannten beschädigt beziehungsweise komplett entfernt worden. Es handelt sich um den Aufgang weit hinter der Wilhelmshöhe, den vor allem die Meeresbrandungsangler gern nutzen um ihre Boote zum Wasser zu tragen und auch zurück IN Richtung Parkplatz.

Hlawa rät Besuchern, die ausgeschilderten Hauptwege zu nutzen und ausreichend Abstand zum Hang einzuhalten. „Ob die Treppe langfristig entfernt werden muss oder erneuert werden kann, das muss ein Gutachter entscheiden“, so Hlawa.

Touristen und Einheimische kritisierten gestern, dass sie nicht eher von der Gefahr am Hang erfahren haben. „Dann wären wir vielleicht einen anderen Weg runter gegangen“, sagt eine Warnemünderin.

Trotz der Gefahr an der Steilküste: Einige Spaziergänger verhalten sich leichtsinnig: Obwohl es Abbrüche am Hang gibt, klettern manche dort hinauf und kritzeln Buchstaben und Initialen in den Sand. Sie unterschätzen die große Gefahr, denn auf dem aufgeweichten Hang sind bereits Bäume umgeknickt und zum Strand herunter gefallen.

Wann und ob eine neue Treppe kommt, hängt von den damit verbundenen Kosten ab. Um die Kritik der fehlenden Information künftig zu vermeiden: Vielleicht kann die Tourismuszentrale rechtzeitiger darüber informieren.

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