Leben von der Substanz

von
17. Mai 2012, 07:50 Uhr

Wie geht es weiter mit den Theatern? Der Bildungsausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung eine Meinung bilden und dann die Initiative beerdigen. Das Wort hört zwar die Ausschussvorsitzende Ulrike Berger von den Bündnisgrünen gar nicht gerne. Aber eines ist wahr, noch nie hat eine Volksinitiative im Land ihr Ziel erreicht.

Dennoch war die Anhörung zu den Nöten der Bühnen im Land nicht umsonst. Berger hofft darauf, dass sie den einen oder anderen Abgeordneten auch aus der Koalition wachrüttelt. Denn es wurde mehr als deutlich, dass die Theater schon jetzt von ihrer Substanz leben. Entweder bekommen sie weitere heimliche oder öffentliche Zuschüsse, siehe Schwerin. Oder sie leben vom Lohnverzicht ihrer Schauspieler, Tänzer und Angestellten. Oft auch beides. Und das bereits seit einem Jahrzehnt.

Das lässt nur eine Alternative zu, zu der auch Bildungsminister Brodkorb zum Schluss kommen muss: Entweder es wird an einzelnen Theatern zugunsten anderer tatsächlich gestrichen. Das bedeutet Verzicht auf das jetzige Niveau. Oder der Landtag legt wie bei vielen anderen Dingen deutlich Geld nach. Dann hätte die Volksinitiative doch noch ihr Ziel erreicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen