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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 00:17 Uhr

Verbraucherpreise : Leben in MV wieder teurer

vom
Aus der Onlineredaktion

Beim Kauf von Butter wird es derzeit am deutlichsten: Die Kosten für das tägliche Leben gehen wieder nach oben. Auch Sprit wurde teurer. Doch Tankrechnungen wie im Jahr 2012 werden längst nicht erreicht.

Das Leben in Mecklenburg-Vorpommern wird wieder teurer. Wie das Statistische Amt gestern in Schwerin mitteilte, waren die Verbraucherpreise zur Jahresmitte um 1,6 Prozent höher als 2016. Zwar lag die Teuerungsrate damit doppelt so hoch wie im Durchschnitt des gesamten Vorjahres, blieb aber weiterhin unter den von Ökonomen aus gesamtwirtschaftlicher Sicht befürworteten 2 Prozent. Seit dem Jahr 2015, als mit 0,4 Prozent die geringste Teuerungsrate seit 1999 verzeichnet wurde, nimmt das Inflationstempo wieder zu.

Den Preisanstieg spürten die Verbraucher im Nordosten unter anderem beim Kauf von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken, die 3,1 Prozent teurer waren als vor einem Jahr. Bei Molkereiprodukten und Eiern betrug der Preiszuwachs sogar 7,9 Prozent. Besonders teuer wurde laut Statistikamt Butter mit einem Plus von gut 40 Prozent. Die Gemüsepreise stiegen durchschnittlich um 6,7 Prozent, gaben aber zu Beginn des zweiten Quartals wieder deutlich nach, wie es hieß.

Nachdem Betreiber von Ölheizungen lange Zeit sehr preiswert tanken konnten, mussten sie bei einer Preissteigerung von 16,2 Prozent nun wieder tiefer in die Tasche greifen. Besonders betroffen davon waren Bewohner ländlicher Regionen, weil dort viele Häuser mit Öl geheizt werden. Allerdings liegen die Preise immer noch deutlich unter den Höchstwerten von 2012.

Ähnlich verhält es sich mit den Kraftstoffpreisen, die im 1. Halbjahr 2017 durchschnittlich um 6,5 Prozent höher waren als 2016. Der deutliche Preisauftrieb vom Jahresanfang flachte laut Statistikamt zum Ende des zweiten Quartals wieder ab. Vor fünf Jahren mussten Autofahrer für Diesel und Benzin noch 40 Prozent höhere Literpreise zahlen. Die Preise für Möbel, Bekleidung oder Freizeitveranstaltungen blieben im Vorjahresvergleich fast unverändert.

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