Ausbildung in MV : Leah ist Top-Azubi 2014

Trends sind ihre Leidenschaft: Leah Möller wurde für ihre Kreativität und ihre besonderen Leistungen im Friseurhandwerk zum Top-Azubi 2014 gekürt.
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Trends sind ihre Leidenschaft: Leah Möller wurde für ihre Kreativität und ihre besonderen Leistungen im Friseurhandwerk zum Top-Azubi 2014 gekürt.

Angehende Haar- und Make-up-Spezialistin aus Rostock überzeugt die Jury mit ihrer Persönlichkeit

svz.de von
03. November 2014, 20:20 Uhr

Sie ist jung, sie ist hübsch und seit gestern Mecklenburg-Vorpommerns pfiffigste Auszubildende im Handwerk – der Top-Azubi 2014: Leah Möller aus Rostock ist am Montag mit dem Handwerks-Oskar ausgezeichnet worden. Die 20-Jährige macht derzeit eine Ausbildung als Friseurin in der östlichen Altstadt von Rostock. „Leah konnte die Jury durch ihre Persönlichkeit überzeugen. Sie ist ein Vorbild für unseren Wirtschaftsbereich“, sagt Ingo Nolting von der Handwerkskammer. Er saß mit in der Jury und weiß: „Ihr Gesamtauftritt hat einfach am meisten überzeugt.“

Für den Nachwuchswettbewerb der Handwerkskammern Ostmecklenburg-Vorpommern und Schwerin, der auch von unserer Zeitung unterstützt wird, hatten sich in diesem Jahr 30 Auszubildende aus Handwerksbetrieben in MV beworben. Elf der Lehrlinge kamen in die engere Auswahl. Der zweite Preis ging an Dominik Sonder aus der Mercedes-Niederlassung Schwerin, der dritte Preis an Miriam Redemund aus dem Ausbildungsbetrieb von Bezirksschornsteinfegermeister Lars Gerath aus Karow. Die Auszubildenden mussten sich in vier Disziplinen beweisen, bei denen Handwerks- und Allgemeinwissen abgefragt, aber auch Schlagfertigkeit in Konfliktsituationen getestet wurden. „Leah hat mit Abstand gewonnen“, so Nolting.

Für die junge Frau selbst kam die Auszeichnung überraschend. „Damit habe ich nicht gerechnet, vielleicht mit Platz drei, aber nicht mit Platz eins“, gesteht sie. Immerhin war ihr Start in den Handwerksberuf alles andere als einfach. Als sie sich vor gut zweieinhalb Jahren entschied, Haar- und Make up-Spezialistin zu werden, war ihre Familie zunächst alles andere als begeistert. Schließlich hat Möller 2012 ihr Abitur am Christoperusgymnasium mit Bravour bestanden. „Meine Familie ist sehr erfolgsorientiert. Sie haben sich gewünscht, dass ich gleich studiere“, erzählt die junge Frau. Das BWL-Studium will sie nachholen. „Ich möchte mein Abitur nutzen und noch einmal etwas für meinen Kopf machen“, so Möller.

Wenn alles nach Plan läuft, will die 20-Jährige in ein paar Jahren einen eigenen Salon eröffnen. Bis dahin möchte sie als Freiberuflerin weitere Erfahrungen sammeln. „Mein Vater ist Fotograf. Gerade in den Sommermonaten begleitet er zahlreiche Hochzeiten. In diesem Jahr war ich für ihn im Einsatz. Ich habe die Bräute frisiert und geschminkt. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht. Auch im nächsten Jahr bin ich wieder bei den Hochzeiten dabei.“ Doch bevor es soweit ist, konzentriert sich Leah Möller noch einmal intensiv auf ihre Ausbildung. Ihre schulischen Leistungen könnten nicht besser sein und auch im Praktischen befindet sich die Rostockerin auf der Überholspur. So hätte sie in den vergangenen zwei Jahren an diversen Weiterbildungs-Seminaren teilgenommen. Seit Kurzem hat sie außerdem ein Farbdiplom in der Tasche. „Als Friseur und Make-up-Artist braucht man ein Gespür für Ästhetik. Man muss die Trends verfolgen, darf in seiner Kreativität keinen Schritt zurückgehen“, so Möller. „Das ist das, was ich an diesem Job so liebe: Er ist facettenreich und ich kann mich verwirklichen“, ergänzt sie.

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