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Mecklenburg-Vorpommern

13. Dezember 2017 | 17:46 Uhr

Schwerin : Laufhallen-Brand: Anklage erhoben

vom

Die Staatsanwaltschaft der Landeshauptstadt hat Anklage gegen den 22-jährigen Schweriner erhoben, der das Feuer in der Laufhalle am Lambrechtsgrund gelegt haben soll. Der Beschuldigte bestreitet die Tat.

svz.de von
erstellt am 21.Aug.2013 | 06:04 Uhr

Schwerin | Gut neun Monate nach dem verheerenden Brand der Laufhalle im Schweriner Olympiastützpunkt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Tatverdächtigen erhoben. Der 22-Jährige sitzt bereits seit Oktober in Untersuchungshaft. Ihm werde schwere Brandstiftung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Schwerin gestern mit.

Der junge Mann soll am Morgen des 24. März 2012 nach einem Discobesuch in die Halle eingestiegen sein und eine Kunststoffmatte angesteckt haben. Das Feuer griff auf das Gebäude über, es brannte nieder. Der Sachschaden belief sich auf rund drei Millionen Euro. Zum Zeitpunkt des Feuers hielten sich auch mehrere Sportler in der Halle auf. Sie blieben aber unverletzt.

Bislang bestreitet der junge Mann die Tat, wie die Anklagebehörde weiter mitteilte. Die Ermittler kamen auf ihn, weil er Bekannten gegenüber mit der Tat geprahlt haben soll. Er habe ihnen erklärt, dass er ursprünglich nach Wertsachen in der Halle suchen wollte, um sie zu stehlen. Aus Frust darüber, dass er nichts gefunden habe, soll er diesen Zeugen zufolge die Matte in der Halle angezündet haben.

Die mehr als 100 Meter lange Halle war erst zwei Jahre zuvor saniert worden und diente dem Leistungskader des Landes als Trainingsstützpunkt. Sie soll wieder aufgebaut werden. Der gesetzliche Strafrahmen sieht für schwere Brandstiftung eine Freiheitsstrafe von einem bis zu 15 Jahren vor.

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