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Vollsperrung B104 : Lastzug kracht gegen Leitplanke

vom

Ein Lkw-Fahrer kommt zwischen Sternberg und Güstrow von der Fahrbahn ab und droht zu kippen. Grund für den Unfall: ungesicherte Ladung.

svz.de von
erstellt am 20.Jul.2015 | 10:03 Uhr

Für eine stundenlange Vollsperrung der Bundesstraße 104 zwischen Sternberg und Güstrow sorgte heute ein Unfall mit einem polnischen Lastzug, bei dem hoher Sachschaden entstand, aber glücklicherweise niemand verletzt wurde.

Gegen 6.50 Uhr war der Laster auf dem Weg in Richtung Sternberg, beladen mit großen Aluminiumrollen sowie Autobatterien und Keksen. Kurz nach dem Passieren der Grenze zwischen dem Landkreis  Rostock und Ludwigslust-Parchim, kam das Fahrzeug nach einer Rechtskurve aus bislang unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab.

„Auf rund 100 Meter wurde die Bankette aufgerissen und auf etwa 110 Meter die Leitplanke beschädigt, ehe der Laster zum Stehen kam“, sagt ein Polizeibeamter an der Unfallstelle. Es sah aus, als hätte das Fahrzeug die Bankette pflügen wollen. Dabei hatte der Fahrer noch Glück, dass die Leitplanke stabil war und der Lastzug nicht ganz kippte, denn daneben geht es etwa vier bis fünf Meter tief runter in einen angrenzenden Wald. Für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Sternberg, Witzin und Karcheez kam es neben der Beseitigung von Betriebsstoffen vor allem auf die Sicherung des Lastzuges gegen weiteres Kippen an. Dabei wurde ein Seil vom Sternberger Rüstwagen über eine an einem gegenüberliegenden Baum befestigte Umlenkrolle an der Zugmaschine befestigt. Eine weitere Sicherung übernahm eine große 360 PS-starke Zugmaschine der Mecklenburger Landtechnik GmbH aus Mühlengeez, die von der Feuerwehr Karcheez zu Hilfe gerufen und dankenswerter Weise unbürokratisch zur Verfügung gestellt wurde.

Zu einer möglichen Ursache konnte die Polizei vor Ort noch keine Angaben machen, auch der Fahrtenschreiber konnte nicht vor Ort ausgelesen werden. Auf Grund der Neigung des Fahrzeugs wäre es zu gefährlich gewesen, das Führerhaus zu besteigen und den Fahrtenschreiber ausdrucken zu lassen.

Eines aber stellten die Beamten sofort fest: Die Ladung von rund acht Tonnen   war völlig ungesichert, eine Querlatte am Ende der Ladung reichte nicht aus. So flogen die Aluminiumrollen durch die seitliche Plane und stürzten in den Abhang. Die Bergung gestaltete sich sehr schwierig, auch ein Abschleppunternehmen aus Kuchelmiß konnte nicht helfen. Um die Mittagszeit war dann ein 55-Tonnenkran im Einsatz, der die Zugmaschine und den Auflieger mit einer Gesamtmasse von etwa 23 Tonnen hob. Ca. 13.30 Uhr stand der  Laster wieder auf der Fahrbahn. Jetzt musste er noch abgeschleppt und anschließend die Straße gereinigt werden. Auch die Spezial-Bergungsfirma „Hoffmann und Berger“ aus Schwerin war hinzu gezogen worden.

Die Bundesstraße 104 war in dem Bereich über mehrere Stunden gesperrt. Die Umleitung führte, auf der B 104 von Witzin kommend, über Warnow und Bützow nach Prüzen bzw. umgekehrt.

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