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Investitionen in die Infrastruktur : Laster machen Bogen um Pampow

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Ruhe im Dorf und gute Verkehrsbedingungen für Kraftfahrer. Meist ist dafür eine kleine oder eine große Umgehungsstraße nötig. Doch in Pampow ist zu der großen Ortsumgehung eine kleine hinzugekommen.

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erstellt am 18.Apr.2012 | 09:58 Uhr

Pampow | Ruhe im Dorf und dennoch gute Verkehrsbedingungen für Kraftfahrer. Meist ist dafür eine kleine oder eine große Umgehungsstraße nötig. Anders in Pampow. Zu der schon vor Jahren gebauten großen Ortsumgehung ist gestern eine kleine hinzugekommen. Etwas mehr als 1,4 Millionen Euro steckte die Gemeinde in den Ausbau des Stein weges. Die mehr als einen Kilometer lange und 6,50 Meter breite Neubautrasse verbindet die B 321 mit der Kreisstraße in Richtung Stralendorf - umgeht Pampow im Südwesten des Dorfes. Vor allem der Schwerlastverkehr soll hier rollen. Denn der Steinweg ist als Verknüpfung der Gewerbegebiete Pampow, Holthusen, Stralendorf, Wittenförden, Schwerin-Süd und -Görries gedacht - und zugleich als bessere Anknüpfung an die B 321 und die A 24.

"Das Land lässt die Gemeinden bei solchen wichtigen Infrastrukturprojekten nicht allein", betonte Wirtschaftsminister Harry Glawe bei der Verkehrsfreigabe gestern in Pampow. Aus seinem Haus flossen aus verschiedenen Fördertöpfen rund 900 000 Euro in das Projekt. Das Innenministerium steuerte weiter 100 000 Euro als Sonderbedarfszuweisung bei. Unterm Strich ist so das Land der Hauptgeldgeber für die Gemeindestraße. "In dieser Region wird es wohl noch weitere Investitionen in die Infrastruktur geben", kündigte Glawe an. "Wenn für die Ansiedlung von Nestlé in den Göhrener Tannen der Bau eines Bahnanschlusses nötig wird, wird dieser von Holthusen aus errichtet." Der Wirtschaftsminister unterstrich auch, dass mit der Großansiedlung in den Göhrener Tannen nicht nur dieses Industrieareal, sondern ebenso die benachbarten Gewerbegebiete für Investoren interessanter werden.

Firmen, die zudem neue Jobs schaffen, sind natürlich erwünscht. Kehrseite der Medaille sind jedoch mehr Autos und Lkw auf den Straßen. Die Pampower konnten das nach dem Bau der großen Ortsumgehung bestens nachvollziehen. Denn der Verkehr zwischen Schwerin und der A 24 rollt seitdem zwar am Dorf vorbei, doch die Ost-West-Achse schlängelt sich durch den Ortskern. Bis zu 8000 Fahrzeuge pro Tag wurden auf der Kreisstraße gezählt. Darunter viele Lkw, Tendenz steigend. Mit der kleinen Ortsumgehung soll sich diese Zahl halbieren. Als Prognose für die neue Straße geben Verkehrsplaner 5000 Fahrzeuge pro Tag an.

Wichtig bei der neuen Straße ist zudem die Sicherheit. Der ausgebaute Steinweg beginnt und endet jeweils an einem Kreisverkehr. Am dann folgenden Kreuzungspunkt mit der B 321 entstand eine Ampelanlage - die dritte an der großen Pampower Ortsumgehung. Diese 80 000 Euro teure Ampelanlage wurde bereits vor Weihnachten in Betriebe genommen - dem beim Baustart im Sommer vorigen Jahres avisierten Fertigstellungstermin des Steinweges. "Der Winter hat die Baustelle regelrecht eingefroren", erläutert Bürgermeister Hartwig Schulz. Deshalb konnte der ursprüngliche, ehrgeizige Zeitplan für den Straßenneubau nicht eingehalten werden. Dafür ist jetzt das Projekt komplett fertig. Neben dem neuen Steinweg ist auch ein kombinierter Rad- und Gehweg zu finden. Und ebenfalls neben der Fahrbahn wurde gleich Ausgleich für die Versiegelung der Flächen geschaffen.

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