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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 23:23 Uhr

"Langer Heinrich": Reparatur kann beginnen

vom

svz.de von
erstellt am 09.Mär.2012 | 09:21 Uhr

Rostock | Für Werner Molle, den Vorsitzenden des Förderkreises für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum, ist es die lang ersehnte Nachricht: Die Bürgerschaft gibt das Geld für die Sanierung des Schwimmkrans "Langer Heinrich" frei. "Na, Gott sei dank ist es endlich so weit, wir sind heilfroh", sagt er.

Schließlich sei der 1905 gebaute Schwimmkran noch bis 1978 im Rostocker Hafen aktiv gewesen, habe diesen so mitgeprägt. Die Neptun-Werft setzte ihn für Bergungsarbeiten, den Transport von Schiffssektionen und Brückenhäusern sowie den Schwergutumschlag ein. "Der Kran ist ein ganz seltenes technisches Denkmal, das erhalten werden muss", sagt Molle. Der Weg dafür ist nun frei. Knapp eine halbe Million Euro kann fließen.

Mit der Ausschreibung sind Hafenkapitän Gisbert Ruhnke und der Schifffahrtssachverständige Andreas Hallier beauftragt. Die genaue Auftragsbeschreibung liegt schon in der Schublade. Und auch einen heißen Bewerber gibt es schon: Nordic Yards. Die Warnemünder Werft hatte im vergangenen Jahr bereits den Schwimmponton instand gesetzt. Und auf dem Gelände liegt der Kran noch immer. "Der Kostenvoranschlag für den zweiten Bauabschnitt soll bald vorliegen", sagt Ruhnke. Sobald Schwerin den am Montag beschlossenen Haushalt zugelassen habe, könne dann im Idealfall der Termin für die Docklegung festgesetzt werden. "Wir hoffen, den ,Langen Heinrich’ über den Sommer fertig zu kriegen", so Ruhnke.

Anschließend soll das schwimmende Denkmal wieder seinen Platz am Pier im IGA-Park einnehmen. Als Teil des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums soll er dort wieder für Besucher zugänglich gemacht werden, fast zwei Jahre nach seiner Sperrung. "Nach dieser Investition wird der ,Lange Heinrich’ in völlig saniertem Zustand wieder begehbar sein", sagt Kultursenatorin Dr. Liane Melzer (SPD). Die Bewirtschaftung soll die IGA-Gesellschaft im Auftrag der Stadt fortsetzen. "Genau wie die anderen Schiffe soll der Schwimmkran in die weiteren Planungen für die Entwicklung des Marineums einbezogen werden", sagt Melzer.

Wie genau das Marineum aber einmal aussehen soll, sei noch offen. "Das ist noch Zukunftsmusik", sagt auch Dr. Peter Danker-Carstensen, Leiter des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums. Er ist schon froh, nun endlich den Liegeplatz wieder für die Rückkehr des Schwimmkrans vorbereiten zu können. Dort lag er seit 2002, bis der Schwimmponton leckschlug und zur Reparatur musste. Umso glücklicher ist Danker-Carstensen, dass der Kran nun wieder zurückkommt.


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