Mecklenburg-Vorpommern : Landwirte sollen mehr für die Umwelt tun

Mit viel Stoff für Diskussionen kam auch Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) gestern zum Bauerntag.
Mit viel Stoff für Diskussionen kam auch Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) gestern zum Bauerntag.

Die Landwirtschaft muss sich Agrarminister Till Backhaus (SPD) zufolge betriebswirtschaftlich unabhängiger machen von extremen Wetter.

svz.de von
11. September 2018, 20:45 Uhr

Der Klimawandel sei eine Tatsache, der sich auch die Landwirtschaft stellen muss, sagte er am Dienstag, zwei Tage vor Beginn der Agrarmesse MeLa in Mühlengeez bei Güstrow.

Die verregnete Ernte im Vorjahr sei ebenso wie anhaltende Trockenheit der zurückliegenden Monate Ausdruck des Klimawandels. „Ich bin froh, dass wir für Mecklenburg-Vorpommern ein 50-Millionen-Euro-Dürrehilfeprogramm aus Bundes- und Landesmitteln auf den Weg gebracht haben, um existenzgefährdete landwirtschaftliche Betriebe zu unterstützen.“

Backhaus bietet Dialog an

Damit die Bauern wieder mehr Akzeptanz in der Gesellschaft erhalten, müssten sie aber ihrer Verantwortung für die Umwelt besser gerecht werden und dazu beitragen, das Artensterben, die Bodenerosion und die Verschlechterung der Wasserqualität zu stoppen. „Dafür biete ich der Branche - auch auf der MeLa - den Dialog an“, sagte der Minister.

Sorge bereite ihm der mit Bodenkäufen durch außerlandwirtschaftliches Kapital verbundene anhaltende Strukturwandel hin zu „anonymen Agrarkonzernen“ in der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Backhaus sagte, ihm liege die Unterstützung bäuerlich geprägter Strukturen mit ihrer Wertschätzung für Pflanze, Tier, Wasser und Boden besonders am Herzen.

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