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Mecklenburg-Vorpommern

23. Oktober 2017 | 21:15 Uhr

Veelböken : Landwirte hoffen auf Genie

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Beim 38. Rapstag werden neue Sorten mit klangvollen Namen vorgestellt. Das Thema Greening sorgt bei den Landwirten für Verunsicherung

von
erstellt am 03.Jun.2014 | 11:00 Uhr

Sie heißen Genie und Mercedes, haben mit dem Rennsport allerdings nichts zu tun. Denn es handelt sich um Namen neuer Rapssorten, die morgen beim 38. Rapstag in Veelböken in den Fokus von Fachleuten geraten. Rund 200 Bauern werden zu dem traditionellen Infotag erwartet – bei dem auch über ein äußerst umstrittenes Thema diskutiert wird: das Greening. Hierbei sollen Bauern von 2015 an einen Teil ihrer Äcker als so genannte ökologische Vorrangfläche ausweisen. Passiert dies nicht, bekommen sie weniger Geld aus den Fördertöpfen der EU.

Klaus-Dieter Meißner sieht beim Greening zwar positive Ansätze. „Ein Problem aber ist, dass wir noch immer nicht wissen, an welche konkreten Rahmenbedingungen wir uns zum Beispiel bei der Aussaat im August halten sollen.“ Im schlimmsten Fall müssten fünf Prozent der Flächen aus der Produktion genommen und stillgelegt werden, so Meißner.

Auch Nordwestmecklenburgs Kreisbauernpräsident Jörg Haase fordert Sicherheit für die diesjährigen Anbaupläne und ein Ende des politischen Tauziehens um die letzten Greening-Parameter. Haase steht dem Thema Greening ohnehin skeptisch gegenüber: „Wir Landwirte sollen unter dem fragwürdigen Deckmantel des Umweltschutzes auf fünf Prozent unseres Einkommens verzichten.“ Nach seinen Angaben könnte die Greening-Fläche in Nordwestmecklenburg 7200 Hektar betragen. „Auf solch einer Fläche wachsen im Durchschnitt etwa 36 000 Tonnen Früchte. Das sind 1440 Lkw-Ladungen“, rechnet Haase vor.

Wie in den Jahren zuvor werden beim morgigen Rapstag in Veelböken Fachleute die neuesten Forschungsergebnisse zum Raps präsentieren. Darüber hinaus werden 20 Rapssorten in Feldversuchen gezeigt. „Elf von ihnen werden zum ersten Mal zu sehen sein. Sie haben ein höheres Ertragspotential, einen höheren Ölgehalt und sind resistenter gegen Krankheiten“, sagt Klaus-Dieter Meißner, Geschäftsführer der Agrarhof e. G. Veelböken. Veranstalter der 38. Rapstage sind neben dem Agrarhof Veelböken, die Landesforschungsanstalt und der Pflanzenschutzdienst.


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