CDU : Landtagswahlen: Glawe oder Caffier

Minister Lorenz Caffier (li.) und Harry Glawe (beide CDU) bei einer Stärkung.
Minister Lorenz Caffier (li.) und Harry Glawe (beide CDU) bei einer Stärkung.

Landes-CDU will im September über Spitzenkandidaten diskutieren

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07. August 2015, 08:00 Uhr

Während die SPD, Grüne, Linke schon an ihren Programmen für die Landtagswahlen 2016 feilen und die Spitzenkandidaten ihren Hut in den Ring geworfen haben, will die CDU erst im September im Landesvorstand und den Parteigremien die Diskussion um die Wahl des Landesvorsitzenden im November und des Ministerpräsidentenkandidaten starten. Innerparteilich werden nur noch zwei Namen gehandelt: Innenminister Lorenz Caffier, der bei den Landtagswahlen 2011 mit der Partei erdrutschartig auf 23 Prozent sank, und Wirtschaftsminister Harry Glawe. CDU-Fraktionschef Vincent Kokert habe längst abgewunken. Er wolle sich nicht gegen Ministerpräsidenten Sellering (SPD) verschleißen, heißt es.

Dieser hatte seine Bereitschaft für eine Kandidatur schon im Januar angekündigt und gibt sich im Sommerinterview mit unserer Zeitung selbstbewusst und mit breiter Brust für den Wahlkampf.

„Wir nehmen, was kommt“, antwortete Sellering auf die Frage nach seinem Konkurrenten bei der CDU. Er kündigte an, für die gesamte Legislatur bis 2021 zur Verfügung zu stehen. Dann wäre er 71 Jahre.

CDU-Landeschef Lorenz Caffier hält sich hingegen bedeckt. „Zunächst wollen wir den Vorstand und den Vorsitzenden neu wählen. Dann reden wir über den Spitzenkandidaten. Bei beiden Prozessen werden die Parteigremien entscheiden.“ Ziel der CDU sei es, stärkste Fraktion im Landtag zu werden und vor allem dafür Sorge zu tragen, dass die „SPD nicht ohne uns regieren kann.“

In der CDU herrscht die Sorge, dass die Kandidatenfrage die Partei zerreißt. Wirtschaftsminister Harry Glawe stehe für eine Kandidatur bereit, heißt es allgemein , möchte aber gefragt werden. Glawe bestätigte genau das gegenüber unserer Redaktion: „Das Amt kommt zur Person.“

Die Mitglieder und der Parteitag im November hätten das letzte Wort. Dass er nicht für die Kandidatur zur Verfügung stehe, das sagte der Minister gestern nicht. Er plädierte aber dafür, Landesvorsitz und die Spitzenkandidatur in einer Hand zu halten. Aber auch Caffier wird hinter vorgehaltener Hand mit seinem Lieblingssatz zitiert: „Ich habe immer gesagt, ich werde nie nie sagen.“ Schon ein Signal? 

 

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