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Umfrage zur Landtagswahl MV : SPD stürzt ab – CDU legt zu

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Große Meinungsumfrage vier Monate vor der Landtagswahl: Schlechtestes Ergebnis für Sellerings Partei seit 2002

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erstellt am 28.Apr.2016 | 20:00 Uhr

Das ist ein historisches Tief für die  SPD im Land: In keiner Umfrage seit 2002 schnitt die Partei von Ministerpräsident Erwin Sellering so schlecht ab, wie im aktuellen Meinungsbild, für das infratest dimap 1000 repräsentativ ausgewählte Mecklenburger und Vorpommern vom 21. bis 26. April telefonisch befragte. Noch vor einem Jahr lagen SPD und CDU  bei 29 Prozent. Jetzt führt die CDU sogar. Und die AfD überholte die Linke.

Sellering ist überzeugt, dass diese Umfragewerte ein Ergebnis der Flüchtlingskrise und der Debatten in der Bundesregierung sind. „Die Bundespolitik überschattet alles. Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Wahltag noch die Möglichkeit haben, deutlich zu machen, dass am 4. September nicht über die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung abgestimmt wird“, sagte er gestern unserer Redaktion.

Landtagswahlen MV: Trend April 2016.pdf

Morgen will die SPD auf ihrem Landesparteitag ihre Liste zur Landtagswahl aufstellen. Die heutigen Umfragewerte dürften den Druck auf die vorderen Listenplätze noch erhöhen. Bislang zogen in der Regel die ersten 15 Plätze, da hatte die SPD aber auch bis zu 35 Prozent Zustimmung. „Ich möchte, dass die SPD deutlich vorne ist. Und dass wir eine Auswahl haben, dieses Land zu regieren“, sagt Sellering. Dafür wird seine Partei noch einiges tun müssen. Das steht fest. Dennoch bleibt Sellering der beliebteste Politiker im Land. Bei einem direkten Vergleich mit seinem Herausforderer und jetzigen Stellvertreter, Innenminister Lorenz Caffier (CDU), würden sich 57 Prozent der Wahlberechtigten für den Amtsinhaber entscheiden.

Im Zeitraum vom 21. bis 26. April 2016 befragte das Berliner Meinungsforschungsinstitut für die Tageszeitungen in MV, Schweriner Volkszeitung, Ostsee-Zeitung und Nordkurier, sowie den NDR 1000 repräsentativ ausgewählte Bürger im Land telefonisch.

Zu erwarten war das hohe Ergebnis für die AfD. Sie profitiert von der Flüchtlingskrise und bündelt die Protestwähler. Problemlösungen, wie etwa Arbeitsplätze zu schaffen, die Wirtschaft voranzubringen oder eine gute Energiepolitik, traut man der Partei eher nicht zu.

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