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Wahlparty CDU : Eine Art Schockstarre

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 04.Sep.2016 | 22:30 Uhr

Das trübe Wetter passte zur Stimmung auf der Wahlparty der CDU. Knapp 200 Anhänger waren in die Gaststätte Wallenstein nahe dem Schweriner Schloss gekommen. Die Erwartungen hielten sich in Grenzen, hatten die Umfragen doch ein Ergebnis von knapp über 20 Prozent prophezeit.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. 18 Uhr – Augenblicke vor der ersten Prognose – herrschte absolute Stille im Wallenstein. Nahezu alle Blicke hingen wie gebannt an der Leinwand. Dann der Moment: 19 Prozent für die CDU. Das ist das schlechteste Ergebnis der Union bei einer Landtagswahl. Enttäuschung machte sich in vielen Gesichtern breit. Für einen kurzen Moment flackerte dann doch noch Beifall auf – als klar war, das die rechtsextreme NPD an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war. Dann fiel der Saal in eine Art Schockstarre.

„Ich bin erschüttert“, sagte Wolfgang Waldmüller, CDU-Kreisvorsitzender in Ludwigslust-Parchim und seit 2006 im Landtag. Die erfolgreiche Landespolitik sei vom Wähler nicht bewertet worden. „Die Flüchtlingspolitik des Bundes hat alles dominiert“, so Waldmüller. Das sei schade.

Es wurde diskutiert. Ist Lorenz Caffier noch der richtige Parteichef? „Das wird Herr Caffier vielleicht selbst entscheiden“, sagte Sven Klinger, CDU-Direktkandidat in der Landeshauptstadt. Für Personaldebatten sei es an diesem Abend noch zu früh. Aber die Diskussion kommt, da waren sich an diesem Abend viele einig.

18. 33 Uhr. Der Landesvorsitzende Lorenz Caffier wird mit Applaus im Wallenstein begrüßt. Gute Mannschaft, gutes Wahlprogramm, lobte Caffier. Aber am Ende hätten sich die Emotionen um die Flüchtlingspolitik negativ auf das Ergebnis der CDU ausgewirkt. Von Rücktrittsgedanken keine Spur.

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