zur Navigation springen

Theaterdiskussion sorgt für Verärgerung : Landrat kontra Bildungsminister

vom

In der Debatte um die Zukunft der Theater und Orchester hat der Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Heiko Kärger (CDU), Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) scharf angegriffen. Der sieht ein Missverständnis.

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2012 | 08:14 Uhr

Neubrandenburg/Schwerin | In der Debatte um die Zukunft der Theater und Orchester hat der Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Heiko Kärger (CDU), Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) scharf angegriffen. In einem persönlichen Brief unter der Überschrift "Viel Theater ums Theater" wirft der CDU-Politiker dem Sozialdemokraten vor, dem Kreis in der Debatte um die neuen Theaterstrukturen zu enge Fristen zu setzen. "Am 25. September 2012 benannten Sie eine Frist von vier bis sechs Wochen. Für eine Entscheidung benötigen wir aber unsere Gremien, den Kreistag. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte findet der nächste Kreistag planmäßig am 3. Dezember 2012 statt", schreibt Kärger.

Brodkorb widerspricht, es gebe da ein Missverständnis: "Es geht bis zum Jahresende nicht um eine endgültige Entscheidung, sondern um die Frage, welches Modell vertieft diskutiert werden soll." Dann folge eine weitere Phase der Entscheidung.

Kärger sagte gestern gegenüber unserer Redaktion bezogen die Theater- und Orchester GmbH Neustrelitz/Neubrandenburg: "Mein persönliches Gefühl ist, dass wir weggeschoben werden. Das Verfahren läuft unbefriedigend." Kärger betont, dass Neustrelitz und Neubrandenburg in der Vergangenheit mit ihrer Theaterfusion schon viel zu neuen Strukturen beigetragen haben und auch einer Diskussion mit Stralsund, Greifswald und Anklam nicht im Wege stehe, aber das benötige Zeit. Und die stelle Kultusminister Bordkorb nicht zur Verfügung.

Ärgerlich für Kärger zudem: Zu einer Fernseh-Debatte des NDR Mitte Oktober seien alle Intendanten eingeladen, aber der Standort Neubrandenburg/Neustrelitz nicht berücksichtigt worden. Brodkorb hatte neun Reformmodelle eines Münchner Beratungsunternehmens zur Theaterstruktur vorgestellt. Ursprünglich hieß es, bis Jahresende falle die Entscheidung.

Unterdessen hat die Linksfraktion im Landtag im Bildungsausschuss eine öffentliche Anhörung zu den Modellen zur Weiterentwicklung der Theater- und Orchesterstrukturen beantragt. Die letzte öffentliche Anhörung im Bildungsausschuss zur Volksinitiative zur Erhaltung der Theaterstrukturen fand am 16. Mai statt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen