Landesstraße zwischen Breese und Wittenberge wird gekappt

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11. Februar 2011, 05:43 Uhr

Wittenberge/Breese | Ab Montag sperrt der Landesbetrieb Straßenwesen die Brücke über die Stepenitz bei Wittenberge hinter dem Bahn instandhaltungswerk. Die Querung, die zur L 11 zwischen der Stadt und Breese gehört, ist dann nur noch für Radfahrer und Fußgänger passierbar. Das bestätigte gestern im Gespräch mit dem "Prignitzer" der Sachgebietsleiter Brückenbau im Landesbetrieb, Jörg Winkler. Zu Wochenbeginn werde ein Bautrupp anrücken und quer zur Fahrbahn Schutzplanken aufbauen, die gegeneinander versetzt sind.

Der Landesbetrieb begründet die Sperrung dieser wichtigen Verbindung Richtung Breese mit dem schlechten Gesamtzustand und Tragfähigkeitsdefiziten. Wie Winkler gestern dem "Prignitzer" sagte, sei der Unterbau der Brücke sehr desolat. Der Überbau wiederum ist stark korrodiert.

Schon seit einigen Jahren ist die Tragfähigkeit der Brücke auf 1,5 Tonnen begrenzt. Eine Bauwerksprüfung im letzten Jahr und eine anschließende Bauwerksanalyse haben laut Landesbetrieb gezeigt, dass aufgrund des Gesamtzustandes "eine Aufrechterhaltung der gegenwärtig noch zugelassenen Belastung nicht allumfassend gewährleistet werden kann". Die Hochwassersituation trage zusätzlich zur weiteren Verschlechterung der Über- und Unterbauten bei.

Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und sein Breeser Amtskollege Werner Steiner nehmen die Sperrung, die eine wichtige Lebensader zwischen beiden Kommunen durchtrennt, nicht einfach so hin. In einem gemeinsamen Schreiben wenden sie sich an den Landesbetrieb. "Wir drücken unser Unverständnis aus, wieso so ein Instandhaltungsstau entstehen kann", der letztlich in der Sperrung der Brücke mündet sagte gestern Wittenberges Bürgermeister dem "Prignitzer".

Die L 11 an dieser Stelle zu kappen, sei keine akzeptable Lösung, darin sind sich beide Bürgermeister einig und haben das entsprechend in ihrem Brief formuliert.

Aber auch Richtung Landespolitik blicken die beiden Kommunalvertreter. Es zeige sich jetzt, wie zwingend notwendig es sei, dass die Landesstraße ab dem Instandhaltungswerk und der neue Deich bei Breese gebaut werden, damit eine neue Brücke errichtet werden kann.

Glaubt man den Fachleuten beim Landesbetrieb, wird sich allein der Bau, wenn er von der Politik endgültig beschlossen ist, über einige Jahre hinziehen.

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