Mecklenburg-Vorpommern : Landesregierung hält an Umgang mit Baumärkten fest

Schluss mit dem Schlangestehen: Privatkunden dürfen Baumärkte in MV nicht mehr betreten.. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schluss mit dem Schlangestehen: Privatkunden dürfen Baumärkte in MV nicht mehr betreten.. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Während Märkte in Schleswig-Holstein, Niedersachen und Brandenburg öffnen dürfen, müssen Kunden in MV draußen bleiben.

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06. April 2020, 16:45 Uhr

Trotz anhaltender Kritik hält die Landesregierung an ihrem Umgang mit der Öffnung von Baumärkten in der Corona-Krise fest. „Den Bürgern in der Frühlingszeit die Möglichkeit zu nehmen, im Baumarkt für ihre Gartenarbeit oder kleinere Hausarbeiten einzukaufen, ist realitätsfremd“, sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.

Gerade in Zeiten der Corona-Krise seien viele Bürger froh über sinnstiftende Beschäftigungen und Ablenkung. „Wie sinnig für den Infektionsschutz ist es, wenn Bürger ins nächste Bundesland fahren, um dort ihre Einkäufe zu erledigen?“, kritisierte Kramer. Die AfD-Fraktion fordert eine bundeseinheitliche Regelung der Öffnung von Baumärkten in der Corona-Krise.

Liefer- und Abholdienste für Privatkunden

Spekulationen über mögliche Entscheidungen würden nicht weiterhelfen, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium mit Blick auf eine Lockerung der Öffnung von Baumärkten. Gewerbliche Kunden werden einem Beschluss der Landesregierung zufolge in Garten- und Baumärkten weiterhin bedient. Für Privatkunden dürfen die Märkte Liefer- und Abholdienste einrichten.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende aufgefordert, nicht in die geöffneten Bau- und Gartenmärkte in Brandenburg, Schleswig-Holstein oder Niedersachsen zu fahren. Die Bürger sollten an ihre Gesundheit und an die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern denken, sagte Glawe dem Sender NDR 1 Radio MV. Die Baumärkte im Nordosten seien nicht geschlossen, betonte der Minister. Die Waren könnten bestellt und abgeholt werden.

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