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Mecklenburg-Vorpommern : Landespolizei will Migranten einstellen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bislang nur 19 Polizisten mit nichtdeutschen Wurzeln im Dienst

von
erstellt am 28.Mai.2015 | 20:30 Uhr

Die Landespolizei will stärker als bisher Bewerber mit nichtdeutschen Wurzeln in ihren Reihen aufnehmen. „Wir wollen damit nach außen zeigen, dass die Polizei offen für Menschen anderer Herkunft ist“, sagte gestern Thomas Laum, Präsident des Polizeipäsidiums Rostock. Außerdem solle damit die interkulturelle Kompetenz der Landespolizei gestärkt werden. In den Reihen der Beamten könne so das Verständnis für Menschen mit Migrationshintergrund gestärkt werden.

Voraussetzung für die Aufnahme in den Beamtendienst sind allerdings eine deutsche Staatsbürgerschaft oder die eines anderen EU-Landes. Außerdem müssten die Bewerber die Eignungsvoraussetzungen wie die Beherrschung der deutschen Sprache erfüllen, so Laum.

Nach Informationen des Mediendienstes Integration gibt es derzeit 19 Beamte in der Landespolizei mit Migrationshintergrund – das ist ein Anteil von 0,4 Prozent aller Polizeibeamten. Die meisten von ihnen stammen aus Polen. Insgesamt haben in Mecklenburg-Vorpommern etwa 3,4 Prozent der Bevölkerung nichtdeutsche Wurzeln.

Angesichts wachsender Flüchtlingszahlen sollen Polizisten in Schwerin in einem Pilotprojekt besonders geschult werden. Bei einem ersten Tagesseminar im Juli werden 15 Kontakt- und Präventionsbeamte ein interkulturelles Training erhalten, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Schwerin, Ingo Renk, gestern. Vermittelt würden Kenntnisse über verschiedene Kulturkreise, über religiöse Eigenheiten und über Befindlichkeiten in anderen Völkern. So soll Missverständnissen vorgebeugt werden.

 

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