Landes-Liberale treu im Kielwasser

svz.de von
21. Januar 2013, 07:56 Uhr

Schwerin | Kaum hatte die Bundes-FDP gestern die Tandemlösung Brüderle-Rösler verkündet, gingen auch die Landes-Liberalen auf Kurs: "Die beiden ergänzen sich ideal, sprechen unterschiedliche Wählerschichten an", sagte der amtierende Vorsitzende der Nordost-FDP, René Domke aus Wismar, der gerade aus der Bundesvorstandssitzung in Berlin kam. Kritische Stimmen jedenfalls seien dort nicht mehr zu hören gewesen, so Domke. Auch der FDP-Kreischef aus Ludwigslust und Landes-Generalsekretär, Thomas Heldberg, findet die Rollenverteilung gut. "Rösler ist eher der Ruhige, ist talentiert und fit. Er hat aber bei der Performance noch Luft nach oben. Brüderle ist der Einpeitscher, der mitreißen kann." Das Tandem könne in dieser Konstellation nun bundesweit mobilisieren.

David Wulff, Vize-Vorsitzender des Kreisverbandes Greifswald, stößt in das gleiche Horn: "Philipp Rösler und Rainer Brüderle sind ein gutes Duo. Zusammen verkörpern die beiden die menschliche Bandbreite, die die FDP zu bieten hat. Beide haben ihren Platz an der Spitze verdient", meinte er.

So mancher Landesfunktionär hätte indes mehr zu Brüderle als alleinige FDP-Spitze tendiert. Das legt beispielsweise der Chef der ostvorpommerschen FDP, Christian Bartelt, nahe. "Philipp Rösler hat seinen Posten angeboten, da Brüderle nicht will, ist die Doppelspitze eine gute Lösung. Mit dieser Doppelspitze kann ich gut leben. Rösler ist aus der Niedersachsen-Wahl gestärkt hervorgegangen, nun muss er sich beweisen und auf dem Parteitag gewählt werden", so Bartelt.

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