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Finanzhilfe für Lehrlinge in MV : Land zahlt Lehrlingen die Schulfahrt

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Auszubildenden aus sozial schwachen Familien will das Land ab 2013 Zuschüsse für die Hin- und Rückfahrt zur Berufsschule und zur Unterkunft bezahlen. Dafür werden 100 000 Euro bereitgestellt.

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2012 | 07:19 Uhr

Schwerin | Finanzhilfe für Lehrlinge: Auszubildenden aus sozial schwachen Familien will das Land Zuschüsse für die Hin- und Rückfahrt zur Berufsschule und zur Unterkunft bezahlen. Eine entsprechende Regelung soll Anfang 2013 in Kraft treten, teilte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) mit. Einzelheiten wollte er zunächst nicht nennen. Fest steht aber bereits, dass das Land für die Ausbildungsbeihilfe zunächst 100 000 Euro bereitstellt, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Torsten Renz. Damit sollen Härtefälle abgefedert werden, erklärte SPD-Landtagsabgeordnete Margit Seemann.

Das Land werde ein Drittel der Kosten für Unterkunft und Fahrkosten übernehmen, sagte Renz. Ein Drittel steuern die Ausbildungsunternehmen bei, den Rest müssen die Familien selbst zahlen. Die Förderung werde vor allem Lehrlingen in so genannten Landesfachklassen zugute kommen, die in der Regel lange Anfahrtswege zur Berufsschule hätten, sagte Renz. Zunächst könnten bis zu 1000 Auszubildende von der Förderung profitieren. Ob der Förderetat in den kommenden Jahren aufgestockt werde sei noch offen.

Das Handwerk begrüßte die Landesentscheidung. "Viele Betriebe stehen vor dem Problem, keine Auszubildenden zu bekommen, weil der Weg zur nächsten Berufsschule einfach zu kostspielig ist. Betroffen sind insbesondere Schüler in Bundes- und Landesfachklassen", sagte Antje Lange, Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes Handwerk. Der Landeszuschuss sei ein wesentlicher Aspekt bei der Attraktivität der dualen Ausbildung. Angesichts des demografisch bedingten Schülerrückgangs und der damit verbundenen Konzentration der Berufsschul standorte seie es besonders wichtig, dort, wo wohnortnahe Angebote nicht erhalten werden könnten, eine finanzielle Unterstützung für die betroffenen Auszubildenden zu leisten, meinte Michael Roolf, Präsident des Wirtschaftsverbandes.

Nach den Plänen des Landes sollen sich die bislang 28 eigenständigen beruflichen Schulen in MV bis 2017/18 zu 13 Regionalen Beruflichen Bildungs zentren mit Außenstellen weiterentwickeln - je Landkreis ein Zentrum. In Rostock und Schwerin sollen je zwei Zentren eingerichtet werden, je eins für Wirtschaft und eins für Technik. Außerdem sind drei Berufsschulen mit Gesundheitsfachberufen in Greifswald, Rostock und Schwerin geplant.

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