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Till Backhaus: CO2-Ausdünstungen verringern : Land will Moorschutz weiter vorantreiben

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Mecklenburg-Vorpommern will nach Angaben von Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) den Moorschutz weiter vo rantreiben und damit klimaschädliche CO2-Ausdünstungen verringern.

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erstellt am 10.Sep.2013 | 10:59 Uhr

Stralsund/Schwerin | Mecklenburg-Vorpommern will nach Angaben von Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) den Moorschutz weiter vo rantreiben und damit klimaschädliche CO2-Ausdünstungen verringern. Mit der bisherigen Wiedervernässung der einst für die Landwirtschaft trockengelegten Moore werde eine Emissionsminderung von etwa 30 000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr erreicht. "Wer in Mecklenburg-Vorpommern über Moorschutz spricht, spricht auch über Klimaschutz", betonte Backhaus gestern zur Eröffnung einer bundesweiten Fachtagung in Stralsund.

Ziel des Landes ist es laut Umweltministerium, jährlich 400 Hektar Moorfläche wieder zu vernässen. Das dazu beschlossene Moorschutz-Programm stößt aber bei Bauern auch auf Widerstände, weil Flächen verloren gehen oder nur noch eingeschränkt nutzbar sind. Vor allem in den 1960er-Jahren waren Niedermoore im Nordosten großflächig melioriert worden, um sie vorrangig zu Weideland zu machen. Die Trockenlegungen sorgen seither für erhöhte CO2-Freisetzungen. Der im Torf gebundene organische Kohlenstoff reagiert mit Sauerstoff zu Kohlendioxid, das zu den wichtigsten Treibhausgasen zählt. Laut Backhaus speichern die Moore weltweit doppelt so viel Kohlenstoff "wie die Biomasse aller Wälder".

Mecklenburg-Vorpommern gilt mit 300 000 Hektar und damit etwa 12 Prozent der Landesfläche als "moorreichstes Bundesland" in Deutschland. Im Rahmen des Moorschutz-Programms stehen laut Backhaus in der aktuellen Förderperiode für 26 Projekte 21,2 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Zusätzliche Mittel sollen durch den Verkauf von symbolischen Emissionszertifikaten, den sogenannten MoorFutures, zusammenkommen.

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