Waldfahrten mit Privat-Fahrzeugen : Land verwehrt Förstern bessere Wegehilfe

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18. Juni 2016, 08:00 Uhr

Wegegeld für Waldfahrten: Die Landesregierung gerät wegen ihrer bisherigen Absage weiterer Hilfen für verschleißreiche Dienstfahrten mit Privat-Fahrzeugen der Förster in Mecklenburg-Vorpommern unter Druck. Die Gewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) hat die Landesregierung jetzt zu Tarifverhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen für hunderte Forstangestellte der Landesforst aufgerufen. Die nach den bisherigen Regelungen gezahlten Entschädigungen für die Nutzung der Privatfahrzeuge würden die Kosten nicht decken, kritisierte Dirk Johne, stellvertretender IG BAU-Regionalleiter. Eine von der Landesforst beantragte Nutzung von Dienstfahrzeugen mit finanzieller Beteiligung der Forstbeschäftigten für Privatfahrten sei trotz prognostizierter Einsparungen für die Landeskasse von 230 000 Euro jährlich bislang am Widerstand des Innen- und Finanzministeriums gescheitert, kritisierte der Gewerkschafter. Eine Entscheidung werde seit Jahren hinausgeschoben – zu Lasten der Mitarbeiter. Johne forderte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) auf, für schnelle Verhandlungen über eine neue Fahrtenregelung zu sorgen.

Vergangene Woche hatte der Landtag einen Antrag der Linken-Landtagsfraktion, den Beschäftigten der Landesforstanstalt die private Nutzung von Dienst-Fahrzeugen zu ermöglichen, gescheitert.

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