zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 03:17 Uhr

„Land unter" in Bantin - Hilfe naht

vom

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2012 | 09:58 Uhr

Bantin | Die zahlreichen Niederschläge in den vergangenen Wochen vor dem Frosteinbruch haben dazu geführt, dass der Hammerbach im Bereich des nördlichen Ortsrandes von Bantin über die Ufer getreten ist, das Wasser läuft teilweise in einen Graben mit der Bezeichnung L 158. Außerdem gibt es in der Ortslage sehr viel Oberflächenwasser. Die tiefer gelegenen Flächen sind vollkommen überflutet. Und die Minustemperaturen in den vergangenen Tagen haben diese Situation praktisch "eingefroren". Einwohner dieses Orts teiles von Zarrentin wandten sich mit dem Problem des angestauten Wassers an den zuständigen Wasser- und Bodenverband "Boize-Sude-Schaale" und auch an das Biosphärenreservat Schaalsee. Verständlich, sie machen sich Sorgen, weil sie befürchten, dass das Wasser die Grundmauern ihrer Häuser erreichen, in die Keller fließen oder Fundamente schädigen könnte.

"Wir haben Lösungen gefunden, die wir in Absprache mit dem Biosphärenreservat Schaalsee nun umsetzen", sagt Andreas Schwebs, Geschäftsführer des zuständigen Wasser- und Bodenverbandes "Boize-Sude-Schaale" im Gespräch mit SVZ.

Bach und Graben werden beräumt

Und wie sehen die Lösungen aus? In einem ersten Schritt hat der Verband in Absprache mit dem Biosphärenreservat bereits Holzungsarbeiten im Bereich des Grabens durch die Firma Kallweit ausführen lassen. "In einem weiteren Schritt sollen der Hammerbach und der Graben beräumt werden", ist von Andreas Schwebs weiter zu erfahren. Vorgesehen ist, dass in der kommenden Woche damit begonnen wird, mit schwerer Technik Gras und Kraut, das im und am Graben gewachsen ist, zu beseitigen, damit das Wasser wieder ungehindert abfließen kann. Da es sich um einen geschützten Bereich handelt, ist die zuständige Behörde aus dem Pahlhuus bei den Entscheidungen mit eingebunden.

"Für uns war es wichtig festzustellen, wo der Grund für den Wasserstau zu finden ist. Unser Ziel ist es natürlich, die Eingriffe so gering wie möglich zu halten", sagt Elke Dornblut mit Blick auf die nun abgesprochenen Arbeiten. Der Zeitplan sieht vor, dass das Vorhaben in Bantin bis möglichst Mitte /Ende Februar abgeschlossen sein soll, weil dann schon bald das Frühjahr mit dem Vegetationsbeginn naht. Mit involviert in das Projekt ist der Wasserbeschaffungsverband Sude-Schaale. Der betreibt nämlich die Wasserleitung, die an der Straßenbrücke in Bantin den Hammerbach quert und die sich jetzt genau in Höhe der Wasseroberfläche befindet und dort hinderlich ist beim Abfließen des Wassers. Nach den Worten von Ralph Rassmann, dem Geschäftsführer des Verbandes, soll die Trinkwasserleitung im Laufe dieses Jahres unter den Hammerbach verlegt werden. Auch hier gibt es jüngste Absprachen. Bleibt dann zu hoffen, dass das Oberflächenwasser in Bantin nach Ende der Frostperiode endlich abfließt.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen