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Mecklenburg-Vorpommern

17. Oktober 2017 | 00:20 Uhr

Unwetter trifft MV : Land unter im Nordosten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Straßen und Keller überflutet, Bahnen und Autos lahmgelegt, drei Verletzte

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, Blitzeinschläge: In MV haben heftige Unwetter heute in mehreren Städten zu Verkehrsbehinderungen und Notfällen geführt. Feuerwehrleute und Polizisten rückten zu zahlreichen Einsätzen aus. Drei Menschen wurden bei Autounfällen leicht verletzt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes fielen in kurzer Zeit 20 Liter pro Quadratmeter. Diese Menge reichte, um Hauptverkehrsstraßen unter Wasser zu setzen. „Teilweise steht das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch“, sagte eine Polizeisprecherin. Davon betroffen waren auch die Straßenbahnen. Da sich gleichzeitig der Autoverkehr staute, kamen viele Menschen zu spät zur Arbeit. Einige Fahrzeuge blieben liegen. Die Bilanz der Retter: 110 Einsätze. Im Rostocker Umland kam es auf der Autobahn zu wetterbedingten Unfällen – zwei Autofahrer kamen mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte standen zwei Lauben nach Blitzeinschlägen in Flammen und mussten gelöscht werden. In Neubrandenburg, Neustrelitz und Mirow knickten Bäume um, Keller wurden überschwemmt. Auf der B 96 nahe Groß Nemerow fiel ein großer Ast auf ein Auto: Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt, die Straße wurde gesperrt. Der Bahnverkehr im Osten war durch das Unwetter ebenfalls eingeschränkt. Die Fernverkehrsstrecke Hamburg-Berlin war seit gestern Mittag wegen umgestürzter Bäume unterbrochen.

In Bad Doberan quollen Gullys über; Einsatzkräfte versuchten, Gehöfte mit Sandsäcken vor dem Wasser zu schützen. In Greifswald schlug ein Blitz in ein Haus ein. Auch im Kreis Vorpommern-Rügen stürzten Bäume auf Straßen, die Feuerwehr pumpte überflutete Keller aus.

In der Landeshauptstadt Schwerin blitzte und regnete es zwar auch, zu Unfällen oder Verkehrsbehinderungen kam es jedoch nicht. In Wismar stand Wasser auf den Straßen.

Die gute Nachricht: In den kommenden Tagen beruhigt sich die Wetterlage.
 

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