Wohnraum in MV : Land stützt sozialen Wohnungsbau

 Für den Bau von 347 „belegungsgebundenen Mietwohnungen“ gewähre das Land Baukostenzuschüsse von 15,4 Millionen Euro.
Für den Bau von 347 „belegungsgebundenen Mietwohnungen“ gewähre das Land Baukostenzuschüsse von 15,4 Millionen Euro.

Fördermittel vollständig abgerufen, Programm wird 2018 und 2019 fortgesetzt

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05. März 2018, 05:00 Uhr

Die vom Land zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus in Mecklenburg-Vorpommern für 2017 bereitgestellten Mittel sind nach Angaben von Bau- und Energieminister Christian Pegel (SPD) vollständig verplant. Für den Bau von 347 „belegungsgebundenen Mietwohnungen“ gewähre das Land Baukostenzuschüsse von 15,4 Millionen Euro. Die geförderten Wohnungen entstünden in Greifswald, Neubrandenburg, Rostock, Waren und Bad Doberan, die ersten Vorhaben befänden sich bereits in der Bauausführung, erklärte Pegel in einer gestern verbreiteten Mitteilung. Vor allem in den Universitätsstädten Rostock und Greifswald gibt es zunehmend weniger bezahlbaren Wohnraum.

Geförderte Wohnungen dürfen 20 Jahre lang nur an Personen mit einem amtlichen Wohnberechtigungsschein vermietet werden. Die Nettokaltmiete darf in den ersten drei Jahren der Vermietung 5,50 Euro je Quadratmeter nicht übersteigen, danach sind nur mäßige Steigerungen erlaubt. „Dass das Programm so gut angenommen wird zeigt, dass wir damit ein sinnvolles Instrument auf den Weg gebracht haben, um Anreize zu setzen für den Bau von bezahlbaren Wohnungen“, erklärte Pegel. Deshalb werde das Förderprogramm nach der Richtlinie „Wohnungsbau Sozial“ fortgesetzt. Für 2018 stünden 20,6 Millionen Euro bereit, 6 Millionen mehr als im Vorjahr, und für 2019 dann 20,8 Millionen Euro. Die Linke im Landtag hatte die Fördersumme mehrfach als zu niedrig kritisiert und auf einen deutlich höheren Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in mehreren Städten hingewiesen.

Gefördert werden laut Pegel Projekte in Städten, in denen „ein nachhaltiger Bedarf an preiswertem Wohnraum besteht und Maßnahmen geboten sind, um die Entwicklung eines angespannten Wohnungsmarktes zu vermeiden“. Kriterien seien ein niedriger Leerstand von unter vier Prozent sowie Engpässe bei der Bereitstellung von Wohnraum für Haushalte mit geringem Einkommen.

Mit dem Beschluss des Landeshaushalts für 2018 und 2019 habe der Landtag dem Bauministerium aber auch mehr Freiheiten eingeräumt. So sei künftig auch in touristischen Zentren eine Förderung möglich, selbst wenn dort die Leerstandsquote von vier Prozent nicht unterschritten wird. Damit werde auf die besondere Situation mit den Ferienwohnungen dort reagiert.

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