Mehr Schwerlastfahrzeuge in MV : Land schränkt Verkehr auf vier Brücken ein

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Weil der Schwerlastverkehr bundesweit steigt, berechnen Spezialisten überall die Sicherheit von Straßenbrücken neu. Erste Ergebnisse MV: Lkw-Fahrer müssen Verkehrsbeschränkungen auf vier Brücken hinnehmen.

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09. Januar 2013, 11:16 Uhr

Waren/Rostock | Der zunehmende Schwerlastverkehr wirkt sich auch auf Brücken in Mecklenburg-Vorpommern aus. So müssen Lkw-Fahrer jetzt Verkehrsbeschränkungen auf drei Brücken an der Mecklenburgischen Seenplatte hinnehmen, ein Bauwerk in Wismar wurde komplett für Fahrzeuge mit mehr als zwölf Tonnen Gewicht gesperrt, sagte Baudirektor Manfred Rahnert vom Rostocker Landesamt für Straßenbau und Verkehr gestern in Waren. "In Wismar haben wir noch Glück, da können die Schwerlaster über die A 20 fahren", sagte er. An der Seenplatte sind vor allem Bauwerke aus den 1970er-Jahren betroffen: Die B104-Hochbrücke in Neubrandenburg, die B192-Brücke über die Bahnlinie Berlin-Rostock in Waren sowie die gut einen Kilometer lange Petersdorfer Brücke der Autobahn 19 Berlin-Rostock. Hier sollen Schwerlastfahrzeuge nur noch die rechte Lastspur benutzen dürfen. Zudem müssen sie mindestens 50 Meter Abstand halten, damit höchstens zwei Lkw gleichzeitig auf der Brücke sind.

Hintergrund der Maßnahmen ist die Anordnung des Bundes, wegen des gestiegenen Schwerlastverkehrs Brückenbauwerke zu überprüfen. Im Nordosten werden etwa 30 von rund 1200 Brückenbauwerken so neu begutachtet. Das kostet das Land rund 1,2 Millionen Euro. "Bei zehn Brücken haben wir schon belastbare Aussagen, davon müssen bei sechs Brücken keine Einschränkungen getroffen werden", so Rahnert.

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