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Mehr Pflegebedürftige in MV : Land investiert in Pflegeberatung

vom
Aus der Onlineredaktion

Zahl der Pflegestützpunkte soll auf 18 steigen. Wohnberatung als neues Angebot

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 05:00 Uhr

In keinem anderen Bundesland ist das Risiko, pflegebedürftig zu werden, so groß wie in Mecklenburg-Vorpommern: Bei den über 60-Jährigen liegt die Wahrscheinlichkeit nach Angaben des Sozialministeriums bei 4,5 Prozent. In Bayern dagegen betrifft das nur 2,6 Prozent der Frauen und Männer aus dieser Altersgruppe.

Zurzeit sind hierzulande bereits 80 000 Menschen pflegebedürftig. Mehr als ein Viertel von ihnen (26,3 Prozent) wird zu Hause mit Hilfe eines ambulanten Dienstes versorgt. Auch damit liegt das Land nach Ministeriumsangaben deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 23,5 Prozent. 48 Prozent der Pflegebedürftigen in MV werden ausschließlich durch Angehörige gepflegt.

Ihnen stehen schon jetzt in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Anlaufstellen offen, wenn sie kostenlosen und neutralen Rat benötigen. Derzeit gibt es nach Ministeriumsangaben 14 dieser Pflegestützpunkte, dazu kommt eine Außenstelle in Rostock. An acht weiteren Orten werden zudem Außensprechstunden abgehalten.

„Wir wollen in den nächsten Jahren mindestens vier weitere Pflegestützpunkte eröffnen“, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) gegenüber unserer Redaktion. „Zudem soll das Angebot in den Pflegestützpunkten um den wichtigen Bereich der Wohnberatung erweitert werden. Denn die allermeisten Menschen wollen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben.“

Bisher bietet nur der Pflegestützpunkt der Landeshauptstadt in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft eine Wohnberatung an.

Im Doppelhaushalt 2016/17 sind für die Pflegestützpunkte jährlich 750 000 Euro eingestellt. Zudem erstattet das Land bis zu 70 Prozent der Personalkosten, die Landkreisen und kreisfreien Städten für die Stützpunkte entstehen. 2016 gab es dafür Zuweisungen in Höhe von 554 433,57 Euro.

Zudem unterstützt das Land im Kreis Ludwigslust-Parchim das Projekt „Pflegelotse in der Gemeinde“ mit 75 000 Euro. Mehr als 50 dieser ehrenamtlichen Berater gibt es bereits, auch hier ist ein Ausbau vorgesehen.

Mit dem Thema Pflege beschäftigt sich auch das aktuelle Magazin „Gesundheit“, das heute Ihrer Zeitung  beiliegt.  

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